SANDISK Aktie: Kioxia stellt 2-Terabit-Chips vor

SanDisk präsentiert ambitionierte Margenziele bis 2030 und übertrifft mit starken Quartalszahlen die Erwartungen. Analysten reagieren mit Kurszielanhebungen.

Die Kernpunkte:
  • Wochenplus von 35 Prozent
  • Margenziele bis 2030 vorgestellt
  • Umsatz übertrifft Prognose deutlich
  • Neue 3D-Flash-Chip-Generation präsentiert

SanDisk hat am Freitag den mit dem Investorentag begonnenen Höhenflug fortgesetzt. Die Aktie schloss bei 1.420,00 Euro, ein Plus von 6,8 Prozent gegenüber dem Vortag. Auf Wochensicht summiert sich der Kursgewinn auf 35 Prozent. Auslöser bleibt die Veranstaltung vom 13. August, auf der der Speicherhersteller seine langfristigen Finanzziele vorstellte.

Ambitionierte Margenziele bis 2030

Auf dem Investorentag legte SanDisk ein Finanzmodell für die Geschäftsjahre 2028 bis 2030 vor. Das Unternehmen strebt ein Umsatzwachstum im mittleren bis hohen Zehnerprozentbereich an, verbunden mit einer Non-GAAP-Bruttomarge von rund 80 Prozent und einer operativen Non-GAAP-Marge von etwa 75 Prozent.

Bei der bereinigten Free-Cashflow-Marge peilt SanDisk rund 50 Prozent an. Zusätzlich verpflichtete sich das Management, überschüssige liquide Mittel vollständig an die Aktionäre zurückzugeben.

Kern der Strategie sind sogenannte New-Business-Model-Vereinbarungen mit acht Kunden im Gesamtvolumen von rund 94 Milliarden US-Dollar bei einer durchschnittlichen Laufzeit von mehr als vier Jahren. Finanzielle Garantien in Höhe von 16,5 Milliarden US-Dollar untermauern die Verträge.

Nach Unternehmensangaben sollen diese Abkommen im Geschäftsjahr 2027 mehr als die Hälfte und im Jahr 2028 rund zwei Drittel der verkauften Speicherbits abdecken. Eine Preisuntergrenze soll selbst in ungünstigen Szenarien Bruttomargen von rund 80 Prozent absichern.

Starkes Quartal als Fundament

Untermauert wird die Zuversicht durch die am 5. August vorgelegten Zahlen zum vierten Geschäftsquartal 2026. SanDisk meldete einen Umsatz von 8,97 Milliarden US-Dollar, ein Plus von 51 Prozent gegenüber dem Vorquartal und damit deutlich über der eigenen Prognosespanne von 7,75 bis 8,25 Milliarden US-Dollar.

Der Non-GAAP-Gewinn je Aktie von 39,25 US-Dollar übertraf die Konsensschätzung von 33,38 US-Dollar um mehr als 17 Prozent. Das Rechenzentrumsgeschäft legte getrieben von der KI-Nachfrage im Quartalsvergleich um 103 Prozent auf 2,98 Milliarden US-Dollar zu, die Non-GAAP-Bruttomarge kletterte von 26,4 Prozent im Vorjahreszeitraum auf 84,6 Prozent.

Für das erste Quartal des Geschäftsjahres 2027 stellte SanDisk einen Umsatz zwischen 10,3 und 10,8 Milliarden US-Dollar sowie einen Non-GAAP-Gewinn je Aktie zwischen 44,00 und 46,00 US-Dollar in Aussicht.

Der Vorstand genehmigte zudem ein zusätzliches Aktienrückkaufprogramm über 14 Milliarden US-Dollar, womit sich das verbleibende Rückkaufvolumen auf 15,5 Milliarden US-Dollar summiert. Allein im vierten Quartal hatte das Unternehmen bereits Aktien im Wert von 4,5 Milliarden US-Dollar zurückgekauft.

Analysten reagieren mit Kurszielanhebungen

JPMorgan-Analyst Harlan Sur stufte SanDisk am 14. August von „Not Rated“ auf „Overweight“ hoch und setzte ein Kursziel von 2.250 US-Dollar mit Zeithorizont Dezember 2027. Er begründete dies mit der KI-getriebenen Speichernachfrage und der Erwartung, dass der NAND-Flash-Markt von rund 70 Milliarden US-Dollar im Jahr 2025 auf über 300 Milliarden US-Dollar im laufenden Jahr und bis 2027 auf nahezu 500 Milliarden US-Dollar anwachsen könnte. Wells-Fargo-Analyst Aaron Rakers erhöhte am selben Tag sein Kursziel von 1.400 auf 1.550 US-Dollar, beließ seine Einstufung aber bei „Hold“.

Technologische Fortschritte flankieren die Rally

Einen Tag vor dem Investorentag hatten SanDisk und Kioxia gemeinsam eine neue, neunte Generation von 3D-Flash-Speicherchips mit 2 Terabit Kapazität vorgestellt, die auf KI-Infrastruktur zugeschnitten ist. Die Technologie soll gegenüber der Vorgängergeneration eine um bis zu 60 Prozent höhere Bitdichte und eine um ein Drittel schnellere Schnittstellengeschwindigkeit bieten.

Trotz der jüngsten Erholung notiert die Aktie noch immer 31 Prozent unter ihrem 52-Wochen-Hoch von 2.060,00 Euro, erreicht im Juni. Zum 52-Wochen-Tief von 870,00 Euro Ende Juli beträgt der Abstand dagegen 63 Prozent nach oben – ein Hinweis darauf, wie schnell sich die Stimmung um den Speicherhersteller in den vergangenen Wochen gedreht hat.

Anzeige

SANDISK-Aktie: Kaufen oder verkaufen?! Neue SANDISK-Analyse vom 16. August liefert die Antwort:

Die neusten SANDISK-Zahlen sprechen eine klare Sprache: Dringender Handlungsbedarf für SANDISK-Aktionäre. Lohnt sich ein Einstieg oder sollten Sie lieber verkaufen? In der aktuellen Gratis-Analyse vom 16. August erfahren Sie was jetzt zu tun ist.

SANDISK: Kaufen oder verkaufen? Hier weiterlesen...

Diskussion zu SANDISK