SANDISK Aktie: Kioxia stellt neue Flash-Generation vor
SanDisk peilt bis 2030 ein jährliches Umsatzplus von bis zu 19 Prozent an. Neue QLC-Flash-Technologie und langfristige Verträge sollen das Wachstum stützen.

- Umsatzwachstum von 15 bis 19 Prozent angepeilt
- Neue QLC-Flash-Generation für KI-Infrastruktur
- Fünf neue Verträge seit April unterzeichnet
- Analysten uneins über Kursziele
Das US-Technologieunternehmen SanDisk hat weitreichende Finanzziele für die kommenden Jahre definiert und setzt dabei verstärkt auf die Infrastruktur für Künstliche Intelligenz.
Auf einem Investor Day am Donnerstag letzter Woche präsentierte das Management ein langfristiges Finanzmodell für die Geschäftsjahre 2028 bis 2030. Demnach strebt der Speicherspezialist ein jährliches Umsatzwachstum zwischen 15 und 19 Prozent an.
Besonders ambitioniert zeigt sich die geplante Profitabilität: Das Unternehmen visiert eine bereinigte Bruttomarge von 80 Prozent sowie eine operative Marge von 75 Prozent an. Zudem kündigte das Haus an, das gesamte überschüssige Kapital nach Investitionen in das operative Geschäft an die Aktionäre zurückzugeben.
Neue Flash-Generation für Rechenzentren
Ein wesentlicher Pfeiler dieser Strategie ist die technologische Weiterentwicklung im Bereich der Speicherlösungen. Gemeinsam mit dem Partner Kioxia stellte SanDisk am Mittwoch letzter Woche die neunte Generation der QLC-3D-Flash-Technologie vor.
Die neuen 2-Terabit-Speichermodule basieren auf einer speziellen Architektur, die als „CMOS direkt Bonded to Array“ bezeichnet wird. Diese Technik soll vor allem in der KI-gestützten Infrastruktur zum Einsatz kommen.
Laut Unternehmensangaben bietet die neue Generation eine Schnittstellengeschwindigkeit von 4,8 Gigabit pro Sekunde, was einer Steigerung von 33 Prozent gegenüber der Vorgängergeneration entspricht. Gleichzeitig wurde die Energieeffizienz bei Lese- und Schreibvorgängen verbessert, um den Anforderungen moderner Rechenzentren gerecht zu werden.
Expansion durch neue Geschäftsmodelle
Parallel zur technologischen Entwicklung treibt SanDisk den Ausbau seiner Kundenbasis voran. Seit der Ankündigung neuer Vertragsmodelle im April wurden fünf weitere Abkommen unterzeichnet, darunter drei mit Neukunden. Diese Verträge zielen darauf ab, die Volatilität des klassischen Speichergeschäfts durch langfristige Zusagen abzufedern.
Die operative Stärke zeigte sich bereits vor rund zwei Wochen bei der Vorlage der Zahlen für das vierte Geschäftsquartal 2026. SanDisk erzielte einen Umsatz von 8,97 Milliarden US-Dollar, wobei zwei Drittel des Wachstums im Vergleich zum Vorquartal auf höhere Preise zurückzuführen waren.
Das Segment für Rechenzentren verzeichnete im gesamten abgelaufenen Geschäftsjahr ein Umsatzplus von 437 Prozent. Für das erste Quartal 2027 prognostiziert die Führung nun Erlöse zwischen 10,30 und 10,80 Milliarden US-Dollar.
Analysten bewerten Margen und Kursziele neu
Trotz der starken operativen Entwicklung und eines am 5. August um 14 Milliarden US-Dollar aufgestockten Aktienrückkaufprogramms zeigen sich Analysten bei der Bewertung uneins. Die Experten von Jefferies senkten vor etwa zwei Wochen ihr Kursziel von 3.000 auf 1.750 US-Dollar, behielten ihre Kaufempfehlung jedoch aufgrund der Marktposition bei.
Als Grund für die Zielsenkung wurden mögliche Margenrisiken angeführt. Medienberichten zufolge hob ein anderes Analysehaus sein Ziel hingegen auf 3.300 US-Dollar an und verwies auf das massive Gewinnpotenzial im Datencenter-Bereich.
Am Freitag schloss die Aktie im Handel bei 1.360,00 Euro. Das Papier notiert damit aktuell etwa 34 Prozent unter seinem 52-Wochen-Hoch von 2.060,00 Euro, das im Juni markiert wurde.
Auch der gleitende Durchschnitt der vergangenen 50 Tage liegt mit 1.448,50 Euro derzeit rund 6,1 Prozent über dem aktuellen Kursniveau, was die jüngste Konsolidierungsphase an den Märkten verdeutlicht.
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