SanDisk: Bernstein hebt Ziel auf 1.250 Dollar

Trotz Kursverlusten nach Nasdaq-Start sehen Analysten hohes Potenzial dank NAND-Boom und neuer Chip-Technologie.

Die Kernpunkte:
  • Kursrückgang nach Index-Aufnahme
  • Analysten sehen 50 Prozent Aufwärtspotenzial
  • NAND-Speicherpreise steigen rasant
  • Quartalszahlen als nächster Impulsgeber

Starke Fundamentaldaten, schwache Kurse — bei SanDisk klaffen Realität und Stimmung derzeit auseinander. Pünktlich zur Aufnahme in den Nasdaq-Index am Montag zogen viele Anleger die Reißleine. Die Folge: ein klassischer Fall von Gewinnmitnahmen. Die Aktie verlor am Donnerstag rund fünf Prozent.

Analysten sehen weiteres Potenzial

Der aktuelle Kurs deckt sich fast exakt mit dem durchschnittlichen Analystenziel. Einige Experten blicken jedoch deutlich optimistischer in die Zukunft. Die Investmentbank Evercore startete die Bewertung kürzlich mit einem Kursziel von 1.200 US-Dollar. Den aggressivsten Ausblick liefert Bernstein-Analyst Mark Newman. Er hob sein Ziel auf 1.250 US-Dollar an. Das entspricht einem Aufwärtspotenzial von knapp 50 Prozent.

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Der Haupttreiber für diesen Optimismus sind die rasant steigenden Preise für NAND-Speicherchips. Laut dem Marktforscher Gartner könnten diese im laufenden Jahr um 234 Prozent in die Höhe schießen. Die Nachfrage aus dem KI-Sektor übersteigt das Angebot massiv. Der Konkurrent Kioxia meldete bereits im Januar ausverkaufte Kapazitäten für das gesamte Jahr. Auch für 2027 erwartet Kioxia volle Auftragsbücher.

Frische Technologie treibt die Margen

SanDisk profitiert direkt von diesem strukturellen Engpass. Das Unternehmen fährt aktuell die Produktion seiner neuen BiCS8-Technologie hoch. Diese Chips machten im ersten Quartal bereits 15 Prozent der ausgelieferten Speichermenge aus. Bis zum Jahresende soll die neue Generation den Großteil der Produktion stellen. Dieser Technologiewechsel stärkt die Preismacht und treibt die Bruttomargen nach oben.

Parallel dazu explodiert das Geschäft mit Rechenzentren. Die Cloud-Umsätze stiegen zuletzt um 123 Prozent. Bernstein-Analyst Newman sieht den Markt daher in einer massiven Fehleinschätzung. Investoren würden die Ertragskraft in diesem Zyklus deutlich unterbewerten.

Quartalszahlen als nächster Katalysator

Am 30. April legt SanDisk die Ergebnisse für das dritte Geschäftsquartal vor. Das Management stellte zuletzt Erlöse von bis zu 4,8 Milliarden US-Dollar in Aussicht. Die Bruttomarge soll dabei die Marke von 65 Prozent übertreffen.

Analysten erwarten ein massives Gewinnwachstum. Bernstein rechnet mit einem bereinigten Ergebnis von 14,18 US-Dollar je Aktie. Damit würde SanDisk die eigenen Prognosen schlagen. Der Fokus des Marktes liegt nach Börsenschluss aber auf dem Ausblick. Konkrete Aussagen zu Bestellungen der großen Cloud-Anbieter werden die Richtung für das nächste Quartal vorgeben.

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