SanDisk: Bernstein hebt Ziel auf 1.700 Dollar

SanDisk erreicht durch KI-Fokus und neue Vertriebsstrategie Rekordmargen. Analysten heben Kursziele auf bis zu 1.800 US-Dollar an.

Die Kernpunkte:
  • Kooperation mit SK hynix für KI-Speicher
  • Bruttomarge steigt auf 78,4 Prozent
  • Neue Langzeitverträge stabilisieren Erlöse
  • Kurszielanhebungen auf bis zu 1.800 Dollar

Der Speichermarkt gilt als notorisch zyklisch und anfällig für Preisschwankungen. SanDisk entzieht sich dieser Dynamik durch einen gezielten Umbau in Richtung Künstliche Intelligenz. Das Resultat ist ein vorbörsliches Rekordhoch von 1.217 US-Dollar am Montagmorgen.

Treiber der Rally ist eine neue Kooperation mit SK hynix. Beide Unternehmen entwickeln den Standard „High Bandwidth Flash“ (HBF). Diese Speicherarchitektur ist speziell für KI-Inferenzsysteme gedacht. Sie schließt die Leistungslücke zwischen klassischem NAND-Speicher und teurem DRAM. Erste Muster des neuen Speichers plant das Management für die zweite Jahreshälfte.

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Feste Verträge statt Spotmarkt

Parallel dazu krempelt der Konzern sein Vertriebsmodell um. Unter dem Namen „New Business Model“ verabschiedet sich SanDisk vom schwankungsanfälligen Tagesgeschäft. Stattdessen bindet das Unternehmen Kunden über mehrjährige Verträge mit festen finanziellen Zusagen. Im abgelaufenen dritten Quartal schloss das Management drei solcher Vereinbarungen ab. Zwei weitere folgten bereits im laufenden Vierteljahr.

Diese strategische Neuausrichtung schlägt sich massiv in der Bilanz nieder. Die Bruttomarge sprang im dritten Quartal auf 78,4 Prozent. Im Vorquartal lag dieser Wert noch bei knapp 51 Prozent. Ein vorteilhafter Produktmix und branchenweite Engpässe bei NAND-Speichern trieben die Profitabilität an. Der bereinigte Gewinn je Aktie erreichte 23,41 US-Dollar und übertraf die Konsensschätzungen deutlich.

Prognose treibt Kursziele

Für das vierte Quartal legt der Vorstand die Messlatte noch höher. Der Umsatz soll auf rund acht Milliarden US-Dollar steigen. Beim Gewinn je Aktie peilt SanDisk eine Spanne von 30 bis 33 US-Dollar an.

Investmentbanken reagierten prompt auf die veränderte Ertragsstruktur. Bernstein hob das Kursziel auf 1.700 US-Dollar an und wertet die aktuelle Prognose angesichts der neuen Langzeitverträge als konservativ. Cantor Fitzgerald sieht den fairen Wert der Aktie mittlerweile bei 1.800 US-Dollar.

Technisch hat die Aktie den Weg nach oben freigemacht. Unter hohem Handelsvolumen durchbrach das Papier die kurzfristige Widerstandszone bei gut 1.017 US-Dollar. Die hohe Intraday-Volatilität der vergangenen Tage dürfte vorerst anhalten, während der Markt die neue Ertragskraft des Unternehmens in der Bewertung verarbeitet.

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