Sandvik Aktie: Kasachstan-Coup!

Sandvik erhielt einen Auftrag über 27 Untertagefahrzeuge; Swedbank Robur hält nun knapp mehr als fünf Prozent der Anteile.

Die Kernpunkte:
  • BNP Paribas stuft Sandvik auf Neutral
  • Citi erhöht Kursziel auf 381 SEK
  • 27 Untertagefahrzeuge für Kasachstan bestellt
  • Swedbank Robur überschreitet Fünf-Prozent-Schwelle

Am 22. Oktober legt der schwedische Industriekonzern Sandvik seinen Zwischenbericht für das dritte Quartal 2026 vor. Im Vorfeld dieser Veröffentlichung sorgen verhaltene Analystenstimmen, ein neuer Bergbauauftrag und Bewegungen im Aktionärskreis für Gesprächsstoff.

Medienberichten zufolge stufte BNP Paribas die Aktie am Donnerstag von zuvor Outperform auf Neutral ab und setzte das Kursziel auf 405 SEK. Bereits am Dienstag hatte Citi das Kursziel zwar von 372 auf 381 SEK angehoben, blieb jedoch ebenfalls bei einer neutralen Einstufung. Ausschlaggebend für die Zurückhaltung der Analysten sei unter anderem die Erwartung eines Auftragseingangs im dritten Quartal, der unter dem Marktkonsens liegen könnte.

Trotz der vorsichtigeren Töne der Bankhäuser schloss das Papier am Freitag bei 32,16 Euro. Damit verzeichnet der Titel seit Beginn des Jahres ein Kursplus von 15 Prozent. Die Marktteilnehmer warten nun gespannt auf die anstehenden Geschäftszahlen, um Aufschluss über die tatsächliche Dynamik im Bestelleingang zu erhalten.

Neuer Flottenauftrag in Kasachstan

Dass das operative Geschäft weiterhin Impulse setzt, zeigt eine Meldung aus dem Bergbausektor vom 28. September. Sandvik sicherte sich eine Bestellung von Orken LLP, der Eisenerzsparte von Qarmet JSC, für den Atasu-Betrieb in der Mine Western Karazhal in Kasachstan. Der Kontrakt umfasst eine Untertageflotte von 27 Einheiten.

Die Auslieferung dieser Maschinen ist für den Zeitraum von Ende 2026 bis Anfang 2028 terminiert. Eine ergänzende Großbohrmaschine des Typs Rhino 600 soll plangemäß Mitte 2028 folgen. Das Projekt stärkt die Präsenz des Konzerns bei anspruchsvollen Abbauvorhaben im zentralasiatischen Raum.

Verschiebungen im Aktionärskreis und Konzernumbau

Parallel dazu gab es Veränderungen unter den Großaktionären: Swedbank Robur Fonder überschritt am Dienstag die Fünf-Prozent-Schwelle, nachdem der Vermögensverwalter 580.000 Anteile erworben hatte. Damit stieg die Gesamtposition auf 62,8 Millionen Aktien, womit der Investor knapp über fünf Prozent des Kapitals und der Stimmrechte an Sandvik hält.

Gleichzeitig optimiert das Unternehmen seine interne Struktur. Am Donnerstag veröffentlichte der Konzern einen Fusionsplan für zwei polnische Tochtergesellschaften, wonach DSI Underground Chemicals in die Schwestergesellschaft DSI Schaum Chemie eingegliedert werden soll.

Kapitalmarkttag wirft Schatten voraus

Nach der anstehenden Vorlage der Zwischenbilanz im Oktober steht bereits der nächste Unternehmenstermin fest. Sandvik lädt am 24. und 25. November 2026 zu seinem Kapitalmarkttag ein. Die Veranstaltung wird am Standort von Sandvik Mining im finnischen Tampere stattfinden, wobei interessierte Teilnehmer ihre Anmeldung bis zum 30. Oktober einreichen müssen.

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