Sanofi Aktie: Dupixent über fünf Milliarden Euro

Sanofi meldet starkes Quartal dank Dupixent und erhöht die Jahresziele. Eine hohe Abschreibung belastet jedoch den IFRS-Gewinn deutlich.

Die Kernpunkte:
  • Umsatzplus von 17,8 Prozent
  • Dupixent übertrifft Fünf-Milliarden-Marke
  • Jahresprognose auf zehn Prozent angehoben
  • Abschreibung drückt Gewinn je Aktie

Der französische Pharmakonzern Sanofi blickt nach einem starken zweiten Quartal optimistischer auf das Gesamtjahr 2026. Maßgeblicher Treiber für diese Entwicklung ist das Vorzeigemedikament Dupixent, das erstmals eine bedeutende Umsatzschwelle überschreiten konnte. Trotz einer milliardenschweren Abschreibung auf ein Pipeline-Projekt hob das Management die Wachstumsziele an.

Meilenstein für Blockbuster-Medikament

Im zweiten Jahresviertel stieg der Konzernumsatz um 17,8 Prozent auf 11,597 Milliarden Euro. Besonders das Medikament Dupixent verzeichnete eine hohe Dynamik. Mit einem Erlösplus von 37,6 Prozent steuerte das Präparat allein 5,154 Milliarden Euro zum Quartalsergebnis bei und übertraf damit erstmals die Marke von fünf Milliarden Euro innerhalb von drei Monaten.

Diese operative Stärke schlägt sich nun in der Jahresprognose nieder. Laut einer Unternehmensmitteilung erwartet Sanofi für 2026 ein währungsbereinigtes Umsatzwachstum von rund 10 Prozent. Das operative Kernergebnis je Aktie (Business-EPS) soll nach Firmenangaben sogar noch schneller steigen als der Umsatz. Anleger können zudem mit einer Dividende von 4,12 Euro je Aktie rechnen.

Strategische Bereinigung belastet Konzernergebnis

Im Gegensatz zum operativen Erfolg stand das Ergebnis nach IFRS-Rechnungslegung unter Druck. Der Gewinn je Aktie brach um 91 Prozent auf 0,29 Euro ein. Hintergrund ist eine Abschreibung in Höhe von 1,031 Milliarden Euro auf den Wirkstoffkandidaten Amlitelimab. Die neue CEO Belén Garijo verfolgt das Ziel, das Vertrauen der Investoren durch eine umfassende Überprüfung der Forschungs- und Entwicklungsabteilung zurückzugewinnen.

Die strategische Neuausrichtung umfasst auch die Partnerschaft mit Regeneron. Durch die Rückzahlung von Entwicklungskosten sollen künftige Kooperationsgewinne gesteigert werden. Gleichzeitig wurden Projekte wie Amlitelimab und Itepekimab gestrichen, um Ressourcen auf vielversprechendere Kandidaten zu konzentrieren. Für die nahe Zukunft plant das Unternehmen zudem eine stärkere Fokussierung auf neue R&D-Strukturen, um die Pipeline effizienter zu gestalten.

Analysten bewerten Lage differenziert

Die Finanzmärkte reagierten am Freitag positiv auf die operativen Fortschritte. Die Sanofi-Aktie beendete den Handel mit einem Plus von 2,29 Prozent bei 74,17 Euro. Trotz dieser Erholung notiert das Papier weiterhin mit einem Abstand von 17,53 Prozent unter seinem 52-Wochen-Hoch von 89,94 Euro.

Analysten sind in ihrer Bewertung geteilter Meinung. Das Analysehaus Wall Street Zen stufte die Aktie am heutigen Samstag von „Halten“ auf „Kaufen“ hoch und verwies auf den Quartalsumsatz, der die Erwartungen deutlich übertroffen habe. Im Gegensatz dazu senkte die UBS am Freitag ihr Kursziel von 88 auf 78 Euro und behielt die Einstufung „Neutral“ bei. Analyst Matthew Weston begründete diesen Schritt mit den Rückschlägen in der klinischen Pipeline. Weitere Experten, darunter von JPMorgan und Jefferies, halten an ihren Kurszielen zwischen 95 und 100 Euro fest, wobei das durchschnittliche Kursziel der im Juli aktiven Analysten bei 94,73 Euro liegt.

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