Sanofi Aktie: Dupixent wächst 30,8 Prozent auf 4,17 Milliarden
Erste Group kappt Gewinnschätzung für Sanofi, während der Aktienkurs auf das 52-Wochen-Tief fällt. Starke Quartalszahlen und Führungswechsel stehen im Fokus.

- EPS-Prognose leicht gesenkt
- Kurs erreicht 52-Wochen-Tief
- Tzield-Rücknahme belastet
- Starkes Quartal mit Umsatzplus
Sanofi bekommt von der Analystenseite erst einmal etwas weniger Vorschusslorbeeren. Erste Group hat die Gewinnschätzung für 2026 leicht gekappt und verweist auf eine Aktie, die nach Monaten der Schwäche an einem kritischen Niveau angekommen ist.
Der Kurs spiegelt das klar wider. Am Montag notierte Sanofi bei 73,63 Euro, exakt am 52-Wochen-Tief. Auf Wochensicht liegt das Papier 5,27 Prozent zurück, seit Jahresbeginn sind es 10,73 Prozent minus.
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Kleine Korrektur, große Wirkung
Erste-Group-Analyst H. Engel senkte die EPS-Prognose für 2026 von 4,98 auf 4,95 US-Dollar je Aktie. Das liegt nun fast genau auf Höhe des Marktkonsenses. Für 2027 traut die Bank dem Konzern bereits wieder 5,30 US-Dollar zu.
Das ist kein harter Rückschlag für die Story. Eher ein Signal, dass der kurzfristige Spielraum enger geworden ist, während der mittlere Ausblick intakt bleibt.
Druck von der Produktseite
Belastend wirkt vor allem die jüngste Entwicklung rund um Tzield. Sanofi hat die Rücknahme des Diabetes-Mittels aus einem speziellen beschleunigten FDA-Prüfprogramm angestoßen, nachdem die US-Behörde intern Nutzen und Risiken abgewogen hatte.
Das kommt zu einer ohnehin volatilen Marktphase hinzu. Der Kurs liegt rund 21 Prozent unter dem Hoch vom Mai 2025 und auch deutlich unter dem 200-Tage-Durchschnitt von 82,84 Euro. Die technische Lage bleibt damit angeschlagen, auch wenn sich das Papier zuletzt etwas stabilisiert hat.
Starkes Quartal als Gegengewicht
Operativ steht Sanofi weiter besser da als der Kurs vermuten lässt. Im ersten Quartal stiegen die Erlöse um 13,6 Prozent auf 10,51 Milliarden Euro. Treiber war erneut Dupixent mit 4,17 Milliarden Euro Umsatz, ein Plus von 30,8 Prozent.
Auch neue Präparate und Impfstoffe liefern mehr. Sie kamen auf 1,2 Milliarden Euro und stützten die Marge zu Jahresbeginn. Die Konzernführung hat die Jahresprognose bestätigt und erwartet beim bereinigten Gewinn je Aktie weiter ein etwas schnelleres Wachstum als beim Umsatz.
Führungswechsel und Kapitalrückfluss
Hinzu kommt ein Wechsel an der Spitze. Im Mai soll Belén Garijo den Posten der festen CEO übernehmen und Olivier Charmeil ablösen. Für Sanofi ist das ein wichtiger Übergang, weil die Umsetzung der „Play to Win“-Strategie nun unter neuer Führung weiterläuft.
Auch Aktionäre profitieren weiter. Im Mai wurde eine reguläre Dividende von 4,12 Euro je Aktie ausgeschüttet. Das war die 31. jährliche Erhöhung in Folge. Parallel läuft ein Aktienrückkaufprogramm über 1 Milliarde Euro, von dem Ende des ersten Quartals bereits 921 Millionen Euro umgesetzt waren.
Sanofi bleibt damit ein Konzern mit zwei Gesichtern: starker Cashflow, starke Pipeline, aber ein Börsenchart, der weiter Misstrauen zeigt. In den kommenden Wochen wird sich zeigen, ob die Stabilisierung über dem 52-Wochen-Tief trägt und ob die nächsten klinischen Updates für die Atemwegsimpfstoffe den Druck auf den Kurs etwas nehmen.
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