Sanofi Aktie: Dupixent wächst um 37,6 Prozent
Sanofi steigert Quartalsumsatz um 17,8 Prozent und erhöht die Jahresziele. Der Aktienkurs bleibt trotz starker Zahlen hinter dem Markt zurück.

- Umsatzplus von 17,8 Prozent
- Gewinn je Aktie steigt deutlich
- Jahresprognose nach oben korrigiert
- Dupixent treibt Wachstum an
Operative Stärke im zweiten Quartal
Der französische Pharmakonzern Sanofi blickt auf ein erfolgreiches zweites Quartal zurück und hat infolgedessen seine Ziele für das Gesamtjahr 2026 nach oben korrigiert. Wie das Unternehmen am 30. Juli mitteilte, kletterte der Konzernumsatz in den drei Monaten bis Ende Juni auf 11,6 Milliarden Euro, was einem währungsbereinigten Plus von 17,8 Prozent entspricht. Besonders deutlich fiel das Wachstum beim bereinigten Gewinn je Aktie (Business EPS) aus: Dieser stieg währungsbereinigt um 33,3 Prozent auf 2,09 Euro. Damit übertraf der Konzern die Erwartungen am Markt, die im Durchschnitt mit einem Wert von 1,91 Euro gerechnet hatten.
Trotz dieser positiven operativen Entwicklung spiegelt sich die Zuversicht noch nicht vollumfänglich im Aktienkurs wider. Seit Jahresbeginn verzeichnet die Sanofi-Aktie einen Wertverlust von 9,16 Prozent. Das Papier notiert aktuell bei 75,33 Euro und liegt damit rund 3,17 Prozent unter dem gleitenden Durchschnitt der vergangenen 200 Tage von 77,80 Euro.
Umsatztreiber Dupixent und strategische Neuausrichtung
Ein wesentlicher Pfeiler des Erfolgs bleibt das Blockbuster-Medikament Dupixent. Der Umsatz mit dem Mittel sprang im Berichtsquartal währungsbereinigt um 37,6 Prozent nach oben. Sanofi verfolgt ehrgeizige langfristige Ziele und strebt bis zum Jahr 2030 einen Jahresumsatz von rund 25 Milliarden Euro allein mit Dupixent an. Weitere 10 Milliarden Euro sollen bis dahin durch Neuprodukteinführungen im Pharmabereich erzielt werden.
Um diese Wachstumsambitionen zu unterstützen, setzt das Unternehmen unter der Leitung von CEO Belén Garijo auf eine Verschlankung der Führungsstrukturen. Ein neu strukturiertes Exekutivkomitee wird zum 1. September die Arbeit aufnehmen, um die Bereiche Forschung, Produktion und Vertrieb über alle Konzernfunktionen hinweg effizienter zu verzahnen. Für das laufende Geschäftsjahr erwartet Sanofi nun ein währungsbereinigtes Umsatzwachstum von rund 10 Prozent, wobei der Gewinn je Aktie noch etwas schneller als der Umsatz wachsen soll.
Portfoliodisziplin und finanzielle Kennzahlen
Im Rahmen einer strategischen Überprüfung des Projektportfolios traf das Management zuletzt auch selektive Streichungsentscheidungen. So wurde die Entwicklung des Antikörpers Amlitelimab zur Behandlung von atopischer Dermatitis eingestellt, da die vorliegenden Daten eine weltweite Zulassungseinreichung nicht unterstützten. Zudem wurde am 29. Juli bekannt, dass eine Phase-2-Studie des Wirkstoffs SAR445399 aus strategischen Gründen ausgesetzt wurde. Medienberichten zufolge stand dieser Schritt im Zusammenhang mit einer konzernweiten Portfolio-Bewertung und war nicht durch Sicherheitsbedenken begründet.
Finanziell steht der Konzern auf einem soliden Fundament. Der freie Cashflow belief sich im ersten Halbjahr auf 3,724 Milliarden Euro, was einer Steigerung von 51,5 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum entspricht. Die Nettoverschuldung lag zum Stichtag am 30. Juni bei 15,513 Milliarden Euro. Aktionäre profitierten zudem von der 31. Dividendenerhöhung in Folge auf 4,12 Euro je Aktie sowie von einem Aktienrückkaufprogramm über eine Milliarde Euro, das im April abgeschlossen wurde. Aktuell besteht zum 52-Wochen-Hoch von 90,46 Euro noch ein Abstand von 16,73 Prozent, was den Spielraum für eine mögliche Kurserholung verdeutlicht.
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