Sanofi Aktie: FDA-Entscheid zu Sarclisa im Juli
Positive Phase-2-Daten zu Efdoralprin alfa bei Alpha-1-Mangel beflügeln den Sanofi-Kurs. Weitere Impulse von FDA-Entscheid und EHA-Kongress erwartet.

- Phase-2-Erfolg bei Efdoralprin alfa
- Kurserholung von 52-Wochen-Tief
- FDA-Entscheid zu Sarclisa im Juli
- Neue Daten auf EHA-Kongress
Die Sanofi-Aktie schloss die vergangene Handelswoche mit einem Plus von 1,05 Prozent bei 76,71 Euro. Der Wochengewinn beträgt 0,47 Prozent. Der Pharma-Konzern entfernt sich damit weiter von den Mehrjahrestiefs Mitte Mai – getrieben von positiven klinischen Daten.
Ausschlaggebend sind Phase-2-Ergebnisse für Efdoralprin alfa (SAR445305). Das Medikament richtet sich gegen Alpha-1-Antitrypsin-Mangel (AATD), eine seltene Erbkrankheit, die Leber und Lunge schädigt. Die Daten wurden auf der ATS-Konferenz im Mai vorgestellt. Efdoralprin alfa zeigte den Angaben zufolge eine deutliche Überlegenheit gegenüber der aktuellen Standardtherapie. Der primäre Endpunkt wurde erreicht: Die Konzentration des funktionsfähigen Alpha-1-Antitrypsin-Proteins (fAAT) im Blut war signifikant höher. Für Sanofis Specialty-Care-Pipeline ist das ein wichtiger Meilenstein.
Technik: Erholung, aber noch Luft nach oben
Die Aktie hatte am 13. Mai ein 52-Wochen-Tief bei 72,70 Euro markiert. Seitdem sind es 5,52 Prozent nach oben. Auf 30-Tage-Sicht steht ein Plus von 2,70 Prozent. Dennoch liegt der Kurs seit Jahresbeginn 7,00 Prozent im Minus. Der 50-Tage-Durchschnitt bei 77,82 Euro bleibt knapp 1,43 Prozent entfernt, die 200-Tage-Linie bei 82,02 Euro sogar 6,48 Prozent. Der RSI von 52,5 signalisiert weder Überkauft- noch Überverkauft-Situationen. Die annualisierte 30-Tage-Volatilität liegt bei 25,42 Prozent – üblich für den Sektor bei wichtigen Datenveröffentlichungen.
Nächste Katalysatoren: FDA-Entscheid und EHA-Kongress
Über die Lungenstudie hinaus richten sich die Blicke auf den Juni und Juli. Vom 11. bis 14. Juni tagt in Stockholm der EHA-Kongress. Sanofi wird dort neue Daten aus der Hämatologie vorlegen – voraussichtlich zu Multiplem Myelom.
Ein entscheidender Termin folgt im Juli: Die FDA entscheidet bis zum 23. Juli über die Zulassung der subkutanen Formulierung von Sarclisa. Bei Erfolg wäre es das erste Krebsmedikament, das über einen am Körper getragenen Injektor verabreicht wird. Das könnte Sanofis Stellung in der Onkologie nachhaltig stärken. Am Markt steigt die Spannung.
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