Sanofi Aktie: Frieden mit Regeneron

Sanofi zahlt zunächst eine Milliarde Dollar; weitere bis zu sieben Milliarden hängen von Entwicklungs-, Zulassungs- und Vermarktungserfolgen ab.

Die Kernpunkte:
  • Sanofi-Aktie zeitweise über zwei Prozent höher
  • Eine Milliarde Dollar als Vorauszahlung
  • Bis zu sieben Milliarden erfolgsabhängig
  • Allianz wächst um vier Wirkstoffkandidaten

Sanofi und Regeneron beenden ihre juristischen Auseinandersetzungen und bauen die gemeinsame Immunologie-Allianz aus. Die Börse honoriert den Schritt: Die Sanofi-Aktie legt in Paris zeitweise gut 2 Prozent auf 74,29 Euro zu.

Eine Milliarde sofort, sieben weitere bei Erfolg

Regeneron erhält von seinem französischen Partner eine Vorabzahlung von 1 Milliarde Dollar. Weitere bis zu 7 Milliarden Dollar sind fällig, wenn Entwicklungs-, Zulassungs- und Vermarktungsziele erreicht werden. Insgesamt könnte der Deal dem US-Konzern also bis zu 8 Milliarden Dollar einbringen. Der Großteil des Betrags hängt damit vom Erfolg der Wirkstoffe ab.

Im Zuge der Vereinbarung legen beide Unternehmen frühere Rechtsstreitigkeiten rund um ihre Zusammenarbeit bei. Das räumt ein Hindernis aus dem Weg, das die Partnerschaft zuletzt belastet haben dürfte.

Neue Kandidaten, neue Option

Inhaltlich wächst die Allianz um vier von Regeneron erfundene Immunologie-Wirkstoffkandidaten der nächsten Generation. Hinzu kommt eine Option für Regeneron: Das Unternehmen kann Sanofis Lunsekimig einbeziehen, das derzeit gegen die chronisch obstruktive Lungenerkrankung COPD getestet wird.

Die Basis für die Ausweitung ist ein bekannter Erfolg. Dupixent, ein für mehrere Erkrankungen zugelassenes Blockbuster-Medikament, entstand aus der bisherigen Zusammenarbeit. Regeneron-Chef Leonard S. Schleifer erklärte, die erneuerte Allianz erlaube es, genau diese Art von Arbeit auszuweiten.

Erster Schritt der neuen Chefin

Für Sanofi ist der Deal ein frühes Signal der kürzlich ernannten Konzernchefin Belen Garijo. Sie nannte die Einigung einen „bewussten ersten Schritt, um den Innovationsmotor von Sanofi zu zünden“. Marktbeobachter dürften den Vertrag daher auch als Hinweis darauf lesen, wie sie die Pipeline künftig stärken will: über Partnerschaften, die auf bewährten Strukturen aufbauen.

Regeneron-Titel notierten nachbörslich an der NASDAQ kaum verändert, mit einem Plus von 0,10 Prozent bei 759 Dollar. Die klarere Kursreaktion zeigt sich damit auf Sanofi-Seite, wo sich der Handel in Paris am Donnerstag an der Marke von 74 Euro orientiert.

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