Santander Aktie: Londoner Zinswende

Santander reagiert auf die wachsende Unsicherheit an den globalen Märkten und hebt die Zinsen für britische Hypothekenkredite an. Die Bank zieht damit Konsequenzen aus den geopolitischen Spannungen im Nahen Osten, die für Volatilität bei den Refinanzierungskosten sorgen. Anleger blicken nun gespannt darauf, wie dieser Schritt die Kreditnachfrage im wichtigen UK-Markt beeinflussen wird.

Reaktion auf Marktunruhen

Ab heute gelten bei Santander UK deutlich höhere Konditionen für Festzinshypotheken. Die Aufschläge betragen im Neugeschäft bis zu 0,41 Prozentpunkte, während Bestandskunden bei Produktwechseln mit Erhöhungen von bis zu 0,53 Prozentpunkten rechnen müssen. Auch die Hürden für Vermieter steigen: Der für die Erschwinglichkeitsprüfung genutzte Stress-Zinssatz für „Buy-to-Let“-Kredite wurde von 7,0 auf 7,5 Prozent angehoben.

Hintergrund dieser Maßnahmen sind steigende Swap-Sätze und die allgemeine wirtschaftliche Unsicherheit. Santander folgt damit einem Branchentrend in Großbritannien, bei dem Kreditgeber versuchen, ihre Kapitalpuffer zu schützen und Risiken in einem volatilen Umfeld proaktiv zu steuern.

Milliarden für Rückkäufe

Während das operative Geschäft in London angepasst wird, treibt die Muttergesellschaft ihr Aktienrückkaufprogramm weiter voran. Allein in der vergangenen Woche erwarb die Bank über 28 Millionen eigene Anteile. Bisher flossen rund 2,4 Milliarden Euro in das Programm, was knapp 48 Prozent des geplanten Volumens entspricht. Seit dem Start hat das Institut damit bereits einen signifikanten Teil der ausstehenden Aktien eingezogen.

Um die langfristige Finanzierung und Liquidität abzusichern, platzierte Santander UK zudem neue Anleihen an der Londoner Börse. Die variabel verzinsten Papiere haben ein Volumen von 1,5 Milliarden Pfund und eine Laufzeit bis 2031. Sie sind Teil eines globalen Programms, das den finanziellen Spielraum der Bank erweitern soll.

Personalie und Chartbild

An der Börse spiegelte sich die allgemeine Marktschwäche zuletzt auch im Kurs wider. Die Aktie notiert aktuell bei 9,49 Euro und nähert sich damit einer charttechnischen Unterstützung, die Marktbeobachter im Bereich von 9,47 Euro identifiziert haben. Ein dauerhaftes Unterschreiten dieser Marke könnte weiteren Verkaufsdruck auslösen, während bei 9,61 Euro ein erster Widerstand wartet.

Flankiert werden die strategischen Maßnahmen von einem personellen Umbau. Andy Booth übernimmt die Leitung des Privat- und Geschäftskundengeschäfts in Großbritannien. Seine Aufgabe wird es sein, die regionalen Abläufe zu straffen und die Bank auf die bevorstehende strukturelle Integration vorzubereiten.

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