Santander Aktie: Morgan Stanley skeptisch

Morgan Stanley stuft Santander nach der milliardenschweren Webster-Übernahme herab und warnt vor Integrationsrisiken sowie ambitionierten Synergiezielen.

Die Kernpunkte:
  • Rating-Herabstufung durch Morgan Stanley
  • Übernahme von Webster Financial für 12,2 Mrd. USD
  • Geplante Kostensynergien von 800 Mio. USD
  • Aktienrückkaufprogramm über 5 Mrd. Euro

Banco Santander steht vor einer Bewährungsprobe in den USA. Nachdem die Großbank Anfang des Monats die 12,2 Milliarden Dollar schwere Übernahme von Webster Financial ankündigte, dämpft Morgan Stanley nun die Erwartungen. Die Analysten stuften das Papier gestern auf „Equalweight“ herab und warnen vor erheblichen Umsetzungsrisiken bei der Integration des US-Instituts.

Wichtige Fakten auf einen Blick:

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  • Rating-Update: Morgan Stanley senkt die Einstufung von „Overweight“ auf „Equalweight“.
  • US-Zukauf: Übernahme von Webster Financial für 12,2 Milliarden Dollar zur Expansion im Privatkundengeschäft.
  • Synergie-Ziele: Santander strebt Kosteneinsparungen von 800 Millionen Dollar bis 2028 an.
  • Rendite-Prognose: Analysten erwarten eine Kapitalrendite von 13–14 % (unter den Zielen der Bank).
  • Kapitalrückgabe: Start eines Aktienrückkaufprogramms über 5 Milliarden Euro.
  • Strukturwandel: Geplante Schließung von 44 Filialen im Vereinigten Königreich in diesem Jahr.

Die US-Expansion unter der Lupe

Mit der Übernahme von Webster Financial will Santander seine Präsenz auf dem US-Markt deutlich ausbauen und die Rentabilität steigern. Doch die Skepsis am Markt wächst: Kann die Großbank ihre ehrgeizigen Wachstumspläne tatsächlich ohne Reibungsverluste umsetzen? Morgan Stanley bezweifelt dies und weist darauf hin, dass die erwarteten Gewinnsteigerungen von lediglich 5 bis 6 Prozent bis 2028 hinter den offiziellen Verlautbarungen zurückbleiben könnten.

Besonders kritisch bewerten die Experten die geplanten Kostensynergien. Im Vergleich zu jüngsten Fusionen im US-Bankensektor erscheinen die Ziele von Santander überdurchschnittlich hoch gegriffen. Nach einer Phase starker Kurszuwächse sehen die Analysten daher kaum noch Spielraum für weitere Kurssteigerungen, solange die Integrationsrisiken nicht vom Tisch sind.

Sparkurs und Aktienrückkäufe

Parallel zum US-Kurs treibt die Bank den digitalen Umbau in Europa voran. Im Vereinigten Königreich reagiert Santander auf das veränderte Kundenverhalten und schließt 2026 insgesamt 44 Filialen. Dieser Schritt ist Teil einer branchenweiten Konsolidierung, mit der Banken auf die zunehmende Bedeutung des Online-Bankings reagieren.

Für Aktionäre bleibt die Kapitalallokation jedoch ein zentraler Stützpfeiler. Das neu angekündigte Aktienrückkaufprogramm über 5 Milliarden Euro ist Bestandteil des Versprechens, für die Jahre 2025 und 2026 mindestens 10 Milliarden Euro an die Anteilseigner auszuschütten. Diese Ausschüttungen basieren auf den soliden Ergebnissen der vergangenen Geschäftsjahre.

Der Fokus der Marktteilnehmer liegt nun auf dem kommenden Investor Day im ersten Quartal. Dort wird Santander eine neue Struktur der Finanzberichterstattung einführen, um die Transparenz und Vergleichbarkeit zu erhöhen. Für das Management bietet dieser Termin die Gelegenheit, die Strategie hinter dem Webster-Deal zu untermauern und die Zweifler an den Synergie-Zielen zu überzeugen.

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