Santander Aktie: Rückzug aus der Autofinanzierung
Santander verkauft Schweizer Fahrzeugfinanzierungsgeschäft an Cembra und wird deren paneuropäischer Leasingpartner.

- Verkauf von Fahrzeugfinanzierungsportfolio
- Partnerschaft mit Cembra Money Bank
- Kurszielanhebung durch DZ Bank
- Abschluss für November 2026 geplant
Santander zieht sich aus einem Teil des Schweizer Geschäfts zurück — und macht daraus eine strategische Partnerschaft. Die spanische Großbank hat eine Vereinbarung unterzeichnet, den wesentlichen Teil ihres Schweizer Fahrzeugfinanzierungsgeschäfts an die Cembra Money Bank zu verkaufen. Im Gegenzug wird Santander exklusiver Partner von Cembra für paneuropäische Leasing- und Finanzierungsprogramme.
Die Transaktion umfasst ein Finanzierungsportfolio von rund 800 Millionen Franken sowie neun Partnerbeziehungen zu Herstellern und Importeuren. Der Abschluss wird für November 2026 erwartet, vorbehaltlich der üblichen Vollzugsbedingungen. Für Santander bedeutet der Deal eine Fokussierung auf das Kerngeschäft in der Schweiz, während Cembra sein Neuwagensegment und sein Partnernetzwerk deutlich ausbaut.
Analysten bleiben zurückhaltend
Auf der Bewertungsseite tut sich parallel etwas: Die DZ Bank hat ihren fairen Wert für die Santander-Aktie von 10,80 auf 12,00 Euro angehoben, die Einstufung aber bei „Halten“ belassen. Die Begründung liegt in den Zahlen für das zweite Quartal, die im Rahmen der Erwartungen lagen. Santander bleibe auf Kurs, heißt es — allerdings bevorzugt die DZ Bank aktuell andere europäische Bankaktien.
Diese Zurückhaltung passt zum Bild der vergangenen Wochen. Trotz solider Quartalszahlen und strategischer Weichenstellungen wie dem Schweizer Verkauf tun sich Analysten schwer, aus Santander einen klaren Favoriten im europäischen Bankensektor zu machen. Die Kursziel-Anhebung signalisiert Stabilität, keine Euphorie.
Für Santander-Aktionäre bleibt der Schweizer Deal zunächst ein Randthema im großen Konzerngefüge. Entscheidender dürfte sein, wie sich die neue paneuropäische Partnerschaft mit Cembra langfristig auf das Leasinggeschäft auswirkt — ein Effekt, der sich erst nach Vollzug der Transaktion im November zeigen wird.
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