Santander Aktie: Webster treibt Quartalsgewinn
Im dritten Quartal wuchs Santanders bereinigtes Ergebnis, während Integrationskosten den ausgewiesenen Gewinn und höhere Risikovorsorge belasteten.

- Bereinigter Quartalsgewinn steigt um 19 Prozent
- Webster-Integration belastet ausgewiesenes Ergebnis
- Kreditrisikovorsorge wächst um 22 Prozent
- Santander bestätigt Ziele für 2026
Santander hat im dritten Quartal im laufenden Geschäft kräftig zugelegt. Der bereinigte Gewinn stieg um 19 Prozent auf rund 3,85 Milliarden Euro, getragen von Neukunden und der Übernahme der US-Bank Webster. Unter dem Strich sah es schwächer aus.
Einmalkosten drücken den Nettogewinn
Der ausgewiesene Gewinn sank um zwei Prozent auf 3,43 Milliarden Euro. Grund sind Integrationskosten für Webster. Währungsbereinigt fiel der Rückgang mit fünf Prozent größer aus. Die Erträge legten um zwölf Prozent auf knapp 16 Milliarden Euro zu, ohne Währungseffekte um acht Prozent. Das Ergebnis entspricht den Erwartungen der Analysten.
Ein Wermutstropfen: Die Kreditrisikovorsorge stieg um 22 Prozent auf 3,49 Milliarden Euro. Die Bank führt das auf allgemeine Markttrends zurück.
Neun Monate: Rekord im bereinigten Gewinn
Über die ersten neun Monate summiert sich der bereinigte Gewinn auf 11,18 Milliarden Euro, ein Plus von 16 Prozent. Der Konzernumsatz wuchs um acht Prozent auf 46,81 Milliarden Euro. Santander verweist auf Kostendisziplin im Rahmen des ONE-Transformationsprogramms.
Konzernchefin Ana Botín hob die Kundenbasis hervor: 17 Millionen Kunden kamen binnen zwölf Monaten hinzu, auch durch die Zukäufe TSB und Webster. Kredite und Kundeneinlagen wuchsen jeweils um 16 Prozent.
Die Bank bestätigt ihre Ziele für 2026. Sie peilt ein mittleres einstelliges Umsatzwachstum und sinkende Kosten in konstanten Euro an. Der Gewinn soll über den 14,1 Milliarden Euro aus 2025 liegen. Die harte Kernkapitalquote soll zwischen 12,8 und 13 Prozent landen, Ende September lag sie bei 12,7 Prozent.
Börsenwert und Mittelfristziele
Die Aktie legte seit Jahresbeginn um zwölf Prozent zu und schlägt damit leicht den Branchenindex Stoxx 600 Banks. Mit einem Börsenwert von gut 160 Milliarden Euro ist Santander die wertvollste Bank der Eurozone.
Auch die mittelfristige Planung steht unverändert. Bis 2028 will die Bank eine Eigenkapitalrendite (RoTE) über 20 Prozent erreichen, einen Gewinn über 20 Milliarden Euro erzielen und mehr als 210 Millionen Kunden bedienen. Für 2026 liegt die Messlatte beim Gewinn damit klar über dem Vorjahr; die Kapitalquote muss dafür noch um bis zu 0,3 Prozentpunkte steigen.
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