SAP: 2,50 Euro Dividende für 2025

SAP stellt vor Quartalszahlen hohe Kapitalrückflüsse und eine KI-Übernahme in den Vordergrund, während das Cloud-Wachstum nachlässt und regulatorische Prüfungen drohen.

Die Kernpunkte:
  • Dividende und Aktienrückkäufe im Milliardenwert
  • Übernahme des KI-Spezialisten Reltio angekündigt
  • Cloud-Auftragsbestand wächst verlangsamt
  • EU prüft Support-Praktiken des Konzerns

Milliarden für Aktionäre und eine strategische KI-Übernahme – auf dem Papier liefert SAP starke Argumente. An der Börse klaffen Anspruch und Wirklichkeit allerdings weit auseinander. Ein Viertel an Wert hat die Aktie seit Jahresbeginn eingebüßt. Wenn der Softwarekonzern am heutigen Donnerstagabend seine Quartalszahlen vorlegt, muss das Management diese Lücke schließen.

Milliarden für Aktionäre

Das finanzielle Fundament für Beruhigungspillen ist vorhanden. Aufsichtsrat und Vorstand schlagen für das abgelaufene Geschäftsjahr eine Dividende von 2,50 Euro je Aktie vor. Im gleichen Schritt läuft ein neues Aktienrückkaufprogramm. Bis Juli 2026 erwirbt SAP in einer ersten Tranche eigene Anteile im Wert von bis zu 2,6 Milliarden Euro.

Solche Summen erfordern einen verlässlichen Mittelzufluss. Hier lieferte der Konzern zuletzt ab. Der freie Cashflow verdoppelte sich im vergangenen Jahr nahezu auf gut acht Milliarden Euro. Für 2026 peilt das Management nun die Marke von zehn Milliarden Euro an.

KI-Zukauf und Cloud-Wachstum

Neben der Kapitalallokation treibt SAP den technologischen Umbau voran. Im März kündigte das Unternehmen die Übernahme des US-Softwarespezialisten Reltio an. Der Zukauf soll Unternehmensdaten gezielt für Anwendungen mit Künstlicher Intelligenz aufbereiten. Finanzielle Details nannten die Walldorfer nicht. Die Transaktion soll bis zum dritten Quartal abgeschlossen sein.

Operativ ruhen die Hoffnungen auf dem Cloud-Geschäft. Hier stellt SAP für das laufende Jahr ein deutliches Umsatzplus in Aussicht. Analysten erwarten für das Auftaktquartal einen Gesamtumsatz von rund 11,3 Milliarden US-Dollar. Der Gewinn je Aktie soll laut Zacks-Konsens bei 1,91 US-Dollar liegen.

Schatten über dem Kerngeschäft

Trotz dieser Wachstumsfantasien mehren sich die Bremsspuren. Das Wachstum des Cloud-Auftragsbestands hat sich zuletzt verlangsamt. Parallel dazu belasten die US-chinesischen Handelsspannungen das klassische Geschäft mit Softwarelizenzen. Marktbeobachter werten dies als Hauptgrund für die jüngste Kursschwäche.

Ungemach droht auch von regulatorischer Seite. Die EU-Kommission prüft derzeit die Support- und Wartungspraktiken bei lokal installierter Software. Brüssel untersucht, ob der Konzern seine Kunden zu unnötig langen Service-Abnahmen drängt. Die heutigen Quartalszahlen um 22:05 Uhr MESZ treffen somit auf ein angespanntes Marktumfeld. Übertrifft SAP die Konsensschätzungen wie in den Vorquartalen, rückt die Prognose für den freien Cashflow als zentraler Anker wieder in den Fokus der Investoren.

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