SAP: 99,94% für elektronische Aktien

SAP-Aktionäre billigen mit 99,94% die Einführung elektronischer Aktien. René Obermann soll 2027 den Aufsichtsrat übernehmen.

Die Kernpunkte:
  • Elektronische Aktien mit 99,94% Zustimmung
  • René Obermann als Aufsichtsratschef vorgesehen
  • Cloud-Geschäft wächst um 27 Prozent
  • Sapphire-Konferenz als nächster Impuls

SAP hat auf der virtuellen Hauptversammlung am 5. Mai alle Tagesordnungspunkte mit großer Mehrheit durchgebracht. Ein Punkt stach heraus: die Satzungsänderung zur Ausgabe elektronischer Aktien — ein strukturelles Novum für den Walldorfer Konzern.

Breite Zustimmung, ein Highlight

Rund 67 bis 69 Prozent des Grundkapitals waren bei der Abstimmung vertreten. Das zeigt, wie aufmerksam institutionelle Investoren das Unternehmen beobachten. Die Aktionäre billigten unter anderem die Gewinnverwendung für 2025, die Entlastung von Vorstand und Aufsichtsrat sowie die Erneuerung der Ermächtigung zur Ausgabe von Wandel- und optionsgebundenen Instrumenten.

Die Satzungsänderung zur Ausgabe elektronischer Aktien erhielt mit 99,94 Prozent Zustimmung die höchste Billigung aller Punkte. Konkret stimmten rund 846 Millionen Aktien mit Ja.

Aufsichtsrat im Übergang

Der Aufsichtsrat schlägt René Obermann als künftigen Vorsitzenden vor. Er soll den Posten nach dem Ausscheiden von Pekka Ala-Pietilä im Jahr 2027 übernehmen. Der Übergang beginnt jetzt — die Wahl auf der Hauptversammlung hat den Prozess eingeleitet.

Sapphire-Konferenz als nächster Impuls

Die Aktie schloss am Freitag bei 147,16 Euro, ein Minus von 1,45 Prozent. Seit Jahresanfang liegt das Papier rund 27 Prozent im Minus — der Abstand zum 52-Wochen-Hoch von 271,60 Euro beträgt fast 46 Prozent.

Der Blick richtet sich nun auf Orlando. Vom 11. bis 13. Mai findet die SAP Sapphire & ASUG Annual Conference statt. CEO Christian Klein, COO Sebastian Steinhaeuser, CTO Philipp Herzig und Executive Board Member Muhammad Alam werden dort präsentieren. Parallel läuft ein virtuelles Event, Ende Mai folgt eine europäische Sapphire-Veranstaltung.

Als Rückenwind dient ein starkes erstes Quartal. Das Cloud-Geschäft wuchs um 27 Prozent auf knapp 6 Milliarden Euro. Der Cloud-Auftragsbestand kletterte auf 21,9 Milliarden Euro. Trotz eines leichten Umsatzverfehlers hält SAP an der Jahresprognose fest: 25,8 bis 26,2 Milliarden Euro Cloud-Umsatz, der Free Cashflow soll rund 10 Milliarden Euro erreichen. Die Konferenz in Orlando wird zeigen, ob SAP diesen Schwung in neue Kundenprojekte ummünzen kann — und ob das Management die Prognose mit konkreten Signalen untermauert.

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