SAP Aktie: 100 Millionen für Partner-KI-Agenten

Starkes operatives Wachstum, schwache Kurse. Bei SAP klaffen Geschäftsentwicklung und Börsenwert derzeit weit auseinander. Der Softwarekonzern hat am Donnerstag seine europäische Hausmesse in Madrid beendet. Das Ziel: Die Vision des autonomen Unternehmens soll Investoren überzeugen.

Im Zentrum der Strategie stehen KI-Agenten. Diese digitalen Assistenten sollen manuelle Geschäftsprozesse in Bereichen wie Finanzen oder Personalwesen weitgehend automatisieren. Die technische Basis dafür bildet der sogenannte SAP Knowledge Graph. Er liefert den über 50 spezialisierten Joule-Assistenten ein strukturiertes Abbild aller Unternehmensdaten.

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Zukäufe für die Datenbasis

KI braucht saubere Daten. Deshalb hat SAP Anfang Mai den Datenmanagement-Spezialisten Reltio übernommen. Parallel dazu plant der Konzern für das dritte Quartal die Integration des Anbieters Dremio. Damit bündeln Kunden künftig SAP- und externe Daten leichter für automatisierte Prozesse.

Ein neuer Fonds flankiert diese Maßnahmen. SAP stellt 100 Millionen Euro bereit. Das Geld unterstützt Partner bei der Entwicklung eigener KI-Agenten.

Cloud-Wachstum trifft auf Kursverluste

Operativ liefert die Transformation bereits Ergebnisse. Im ersten Quartal kletterte der währungsbereinigte Cloud-Umsatz um 27 Prozent auf knapp sechs Milliarden Euro. Der Auftragsbestand stieg zeitgleich auf fast 22 Milliarden Euro.

Für das Gesamtjahr 2026 bestätigt der Vorstand seine Ziele. Der operative Gewinn soll auf gut zehn Milliarden Euro steigen. An der Börse verpuffen diese Zahlen bisher.

Die SAP-Aktie schloss am Mittwoch bei 154,10 Euro. Seit Jahresbeginn summiert sich der Kursverlust auf fast 24 Prozent. Kurzfristig zeigt der Trend allerdings steil nach oben. Der Relative-Stärke-Index (RSI) signalisiert mit einem Wert von knapp 90 eine stark überkaufte Situation. Marktbeobachter sehen hier Vorschusslorbeeren für die Monetarisierung der KI-Pläne.

Am 23. Juli folgen die detaillierten Ergebnisse für das zweite Quartal. Dann muss das Management belegen, wie schnell die neuen KI-Werkzeuge tatsächlich in zählbare Umsätze fließen.

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