SAP Aktie: 15 Sicherheitshinweise nach Cyberangriff

SAP behebt schwerwiegende Sicherheitslücken in Commerce Cloud und S/4HANA. Der Aktienkurs leidet trotz Umsatzplus im ersten Quartal.

Die Kernpunkte:
  • Drei Sicherheitswarnungen mit höchster Stufe
  • Kritische Lücke in Commerce Cloud geschlossen
  • Lieferketten-Angriff mit Schadsoftware abgewehrt
  • Aktie trotz Umsatzwachstum unter Druck

Ein massiver Kursverlust seit Jahresbeginn und kritische Sicherheitslücken im Kernsystem. Bei Europas größtem Softwarekonzern SAP verdichten sich derzeit die Baustellen. Während das operative Geschäft im ersten Quartal wuchs, zwingen aktuelle Cyberbedrohungen das Management zum raschen Handeln.

Höchste Warnstufe für Cloud-Dienste

Im Fokus steht der jüngste Patch-Day des Walldorfer Konzerns. SAP veröffentlichte 15 neue Sicherheitshinweise. Drei davon erhielten die höchste Warnstufe. Besonders brisant ist eine Schwachstelle in der Commerce Cloud. Hier fehlte eine essenzielle Authentifizierungsprüfung. Angreifer hätten dadurch manipulierten Code einschleusen und Server vollständig übernehmen können.

Eine ähnlich kritische Lücke betraf das Kernprodukt S/4HANA. Über unzureichend gefilterte Eingaben ließen sich Datenbankbefehle manipulieren. Diese Warnungen fallen in eine ohnehin angespannte Phase. Erst Ende April zielte ein Lieferketten-Angriff direkt auf SAP-Entwickler ab. Unbekannte hatten eine Variante des „Shai-Hulud“-Wurms in Programmierpakete eingeschleust. Das Ziel war der Diebstahl von Cloud-Zugangsdaten und privaten Schlüsseln. SAP reagierte umgehend und bereinigte die betroffenen Systeme.

Diskrepanz zwischen Geschäft und Börse

Am Aktienmarkt spiegelt sich die Nervosität der Anleger wider. Im ersten Quartal verzeichnete der Konzern noch ein solides Umsatzplus auf 9,56 Milliarden Euro. Der Aktienkurs erzählt eine andere Geschichte. Mit einem gestrigen Schlusskurs von 141,26 Euro notiert das Papier nur knapp über dem Jahrestief. Seit Januar hat die Aktie rund 30 Prozent an Wert verloren.

Die operativen Geschäfte rücken nun wieder in den Vordergrund. Am 23. Juli präsentiert das Management die Ergebnisse für das zweite Quartal. Diese Zahlen müssen das jüngste Umsatzwachstum untermauern, um den massiven Abstand von knapp 28 Prozent zur langfristigen 200-Tage-Linie aufzuholen.

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