SAP Aktie: 2,6 Milliarden für Rückkäufe bis Ende Juli

SAP stemmt sich mit einem milliardenschweren Aktienrückkauf gegen den Kursverlust und treibt parallel die KI-Strategie mit der Übernahme von Dremio voran.

Die Kernpunkte:
  • Massiver Aktienrückkauf zur Kursstützung
  • Übernahme von Dremio für KI-Plattform
  • Analysten sehen Kurspotenzial von 215 Euro
  • Quartalszahlen am 23. Juli als Richtungsweiser

Am Montag schloss der Kurs bei 136,22 Euro. Damit notiert die Aktie nur knapp über ihrem jüngsten Jahrestief. Auf Sicht von zwölf Monaten beläuft sich das Minus auf heftige 47 Prozent. Ein brutaler Absturz. Das Management hält nun mit viel Geld dagegen.

Ein großes Aktienrückkaufprogramm soll den Kurs stützen. SAP kauft aktuell massiv eigene Anteile zurück. Die abgeschlossene erste Tranche brachte dem Konzern Millionen von Aktien ein. Derzeit läuft bereits die zweite Phase. Bis Ende Juli fließen weitere 2,6 Milliarden Euro in den Markt.

Zukauf für die KI-Strategie

Parallel dazu baut der Softwarekonzern sein Geschäft um. Im dritten Quartal 2026 will SAP den Datenspezialisten Dremio übernehmen. Die neue Technik soll die Basis für künftige KI-Anwendungen verbessern. Erst im Juni führte das Unternehmen neue KI-Assistenten ein. Diese Helfer greifen nun tiefer in die Geschäftsprozesse der Kunden ein.

Analysten lassen sich von dem Kursrutsch nicht abschrecken. Die Privatbank Berenberg sieht das Ziel für die Aktie weiterhin bei 215 Euro. Auch Goldman Sachs bleibt optimistisch gestimmt. Ein Grund dafür ist die Strategie von SAP. Während amerikanische Konkurrenten Milliarden in neue Rechenzentren pumpen, will SAP bestehende Cloud-Dienste profitabler machen.

Zahlen im Juli bringen Klarheit

Der nächste Härtetest steht bereits im Kalender. Am 23. Juli 2026 legt SAP seine Quartalszahlen vor. Dann erwarten Investoren konkrete Daten zum Cloud-Wachstum und zur operativen Marge. Ein starkes Ergebnis könnte den erhofften Boden bilden. Enttäuschen die Zahlen, droht ein erneuter Test der jüngsten Tiefstände.

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