SAP Aktie: 2,6 Milliarden Rückkauf bis Juli

SAP setzt milliardenschweren Aktienrückkauf trotz fallender Kurse fort. Der Softwarekonzern profitiert von günstigeren Einstiegskursen, während geopolitische Spannungen belasten.

Die Kernpunkte:
  • SAP kauft weiter eigene Aktien zurück
  • Kurs nahe 52-Wochen-Tief von 130,80 Euro
  • Geopolitische Risiken belasten Techwerte
  • Quartalszahlen am 23. Juli erwartet

SAP kämpft mit einem Abwärtstrend, der sich seit Monaten hinzieht. Trotzdem kauft der Softwarekonzern weiter eigene Aktien zurück. Der Kontrast zwischen fallendem Kurs und laufendem Rückkaufprogramm sorgt bei Investoren für Diskussionsstoff.

Am Freitag schloss die Aktie bei 138,50 Euro, ein leichtes Plus von 0,13 Prozent zum Vortag. Auf Wochensicht steht dennoch ein Minus von 0,59 Prozent zu Buche, über 30 Tage sogar ein Rückgang von 6,52 Prozent. Das Papier notiert damit nur noch 5,89 Prozent über seinem 52-Wochen-Tief von 130,80 Euro vom 25. Juni 2026.

Der Rückkauf läuft trotz Schwäche weiter

Bis Ende Juli kauft SAP eigene Aktien über die Börse zurück. Das Volumen dieser Tranche liegt bei bis zu 2,6 Milliarden Euro. Wegen der gefallenen Kurse sammelt der Konzern die Papiere derzeit deutlich günstiger ein als noch vor Monaten.

Das hat einen simplen Effekt: Jeder investierte Euro holt aktuell mehr Anteile zurück als vor einem Jahr, als die Aktie deutlich höher stand. Ob das den Abwärtstrend bremst, bleibt offen. Gestoppt hat der Rückkauf ihn bislang jedenfalls nicht.

Nahe am Jahrestief, weit vom Hoch entfernt

Zum 52-Wochen-Hoch von 265,75 Euro aus dem Juli 2025 klafft eine Lücke von 47,88 Prozent. Auf Jahressicht steht ein Verlust von 31,44 Prozent, binnen zwölf Monaten sind es sogar 47,09 Prozent.

Auch die technischen Indikatoren zeigen ein durchwachsenes Bild. Der Kurs liegt 4,95 Prozent unter dem 50-Tage-Durchschnitt von 145,72 Euro und 22,50 Prozent unter der 200-Tage-Linie von 178,70 Euro. Der RSI von 45,8 signalisiert eine neutrale Marktlage, weder überkauft noch überverkauft.

Die Volatilität auf 30-Tage-Sicht liegt bei rund 38,5 Prozent. Das unterstreicht die Nervosität, die den Titel derzeit begleitet.

Nahost-Konflikt belastet europäische Techwerte

Ein wesentlicher Teil der jüngsten Kursschwäche kommt von außen. Berichte über US-Angriffe auf iranische Ziele beendeten am Mittwoch abrupt eine kurze Waffenruhe zwischen den USA und dem Iran. Solange sich diese Spannungen nicht entschärfen, dürfte der Druck auf europäische Technologiewerte insgesamt anhalten.

SAP befindet sich zudem in der Stillephase vor den Quartalszahlen. Der Konzern äußert sich bis dahin offiziell nicht zu Umsatz, Marge oder Jahresausblick.

Die Ergebnisse für das zweite Quartal und das erste Halbjahr 2026 veröffentlicht SAP am 23. Juli. Bricht die Aktie vorher unter das jüngste Tief von 130,80 Euro, würde das den seit Monaten laufenden Abwärtstrend weiter bestätigen. Ob die Kombination aus günstigen Einstandskursen für den Konzern und der Nähe zum Jahrestief als Unterstützung wirkt, dürften die kommenden Handelstage zeigen.

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