SAP Aktie: 31 Prozent Minus seit Januar
SAP verschärft Kostendisziplin und treibt KI-Übernahmen voran, während der Aktienkurs auf 138,90 Euro fällt.

- Strenge Sparmaßnahmen eingeleitet
- Fokus auf KI-Neueinstellungen
- Dremio-Übernahme abgeschlossen
- Aktie verliert über 31 Prozent
Starke KI-Vision, schwacher Aktienkurs. Bei SAP klaffen Anspruch und Realität an der Börse derzeit weit auseinander. Der Softwarekonzern hat im Juli eine Phase extremer Kostendisziplin eingeläutet.
Sparkurs finanziert KI-Ziele
Ab sofort streicht das Management nicht zwingende Geschäftsreisen. Auch Neueinstellungen stehen auf dem Prüfstand. Der Konzern schafft neue Stellen fast nur noch im Bereich der Künstlichen Intelligenz. Die Maßnahme: ein klares Signal. SAP braucht viel Kapital für seine Technologiewende.
Parallel dazu treibt das Unternehmen den Kauf von Spezialisten voran. Am 6. Juli 2026 schloss SAP die Übernahme von Dremio ab. Das passierte deutlich früher als vom Markt erwartet. Damit erweitert der Konzern sein Angebot für agentische KI. Kunden können nun Daten aus verschiedenen Systemen in Echtzeit verknüpfen.
Talfahrt an der Börse
An der Börse honorieren Investoren diesen Umbau bisher nicht. Die SAP-Aktie fiel am Mittwoch auf 138,90 Euro. Seit Januar hat das Papier mehr als 31 Prozent an Wert verloren.
Vom Rekordhoch im vergangenen Sommer bei 266 Euro ist der Kurs meilenweit entfernt. Aktuell notiert der Titel tief unter der wichtigen 200-Tage-Linie. Diese verläuft bei knapp 180 Euro. Ein intakter Abwärtstrend.
Tag der Wahrheit im Juli
Am 23. Juli 2026 legt der Vorstand die Zahlen für das zweite Quartal vor. Analysten erwarten im Schnitt einen Umsatz von 9,85 Milliarden Euro. Das entspräche einem Plus von rund neun Prozent zum Vorjahr.
Beim Gewinn je Aktie rechnen Experten mit 1,76 Euro. Im Vorjahresquartal standen hier noch 1,46 Euro in den Büchern. Der kommende Bericht liefert den ersten konkreten Beleg, ob der harte Sparkurs und die aggressiven KI-Zukäufe die Margen erfolgreich stabilisieren.
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