SAP Aktie: 42 Prozent Plus im Monatsvergleich

SAP stockt Rückkauf auf 5,1 Mio. Aktien auf und investiert über 1 Mrd. Euro in KI-Modelle. Cloud-Wachstum bleibt stark, Analysten bleiben positiv.

Die Kernpunkte:
  • Aktienrückkauf auf 5,1 Millionen erhöht
  • Milliardeninvestition in Tabellen-KI-Modelle
  • Cloud-Umsatz wächst um 22 Prozent
  • Barclays bestätigt Overweight trotz Kurszielsenkung

SAP hat im laufenden Aktienrückkaufprogramm weiter zugekauft: Im August erwarb der Softwarekonzern 50.000 eigene Aktien, wie aus einer Zwischenmeldung vom Dienstag hervorgeht. Bis zum 14. August summierte sich der Bestand im laufenden Programm auf 5.128.529 Stück. Das Rückkaufprogramm mit einem Gesamtvolumen von bis zu 10 Milliarden Euro läuft bis Ende 2027 und ist ein zentraler Baustein der Kapitalrückführung an die Aktionäre.

Der stetige Fortschritt beim Rückkauf fällt in eine Phase, in der SAP parallel seine KI-Strategie erweitert. Mitte Juli schloss der Konzern die Übernahme des Freiburger KI-Spezialisten Prior Labs ab.

Das Unternehmen soll zum zentralen Baustein für sogenannte Tabellarische Foundation Models werden – KI-Modelle, die speziell auf strukturierte Tabellendaten zugeschnitten sind. SAP investiert in den kommenden vier Jahren mehr als eine Milliarde Euro in dieses Vorhaben, ein deutliches Signal für die strategische Priorität des Themas.

Cloud-Geschäft liefert Wachstumstreiber

Die Kombination aus Kapitalrückführung und Zukäufen stützt sich auf ein solides operatives Fundament. Im zweiten Quartal wuchs der Cloud-Umsatz um 22 Prozent, währungsbereinigt sogar um 24 Prozent. Die Cloud ERP Suite legte um 25 Prozent zu, währungsbereinigt um 27 Prozent. Der Auftragsbestand im Cloud-Geschäft, der Current Cloud Backlog, kletterte auf 22,9 Milliarden Euro – ein Plus von 27 Prozent gegenüber dem Vorjahr.

Für das Gesamtjahr rechnet SAP mit einem Cloud-Umsatz zwischen 25,8 und 26,2 Milliarden Euro, was einem währungsbereinigten Wachstum von 23 bis 25 Prozent entspräche. Beim Non-IFRS-Betriebsergebnis peilt der Konzern 11,8 bis 12,2 Milliarden Euro an, ein währungsbereinigtes Wachstum von 13 bis 17 Prozent.

Allerdings bremsen die Übernahmen von Dremio und Prior Labs das Ergebnis um mehr als 100 Millionen Euro. Das Gesamtumsatzwachstum für 2026 dürfte auf ähnlichem Niveau wie im Vorjahr mit 10,6 Prozent liegen, eine Beschleunigung wird erst für 2027 erwartet.

Analysten bleiben trotz gesenktem Kursziel zuversichtlich

Ende Juli senkte Barclays das Kursziel für SAP von 255 auf 220 Euro, bestätigte aber die Einstufung „Overweight“. Als Begründung nannte das Analysehaus kurzfristige Unsicherheiten bei der Kostenentwicklung – ein Punkt, der sich mit dem margenbelastenden Effekt der jüngsten Übernahmen deckt.

Auf regulatorischer Seite gab es im Juli zudem Entlastung: Die Europäische Kommission schloss ihre Überprüfung der Wartungs- und Support-Richtlinien für On-Premise-Lösungen ab, was SAP ausdrücklich begrüßte.

Kursbild zeigt deutliche Erholung

Die SAP-Aktie notiert aktuell bei 185,46 Euro und damit nahezu unverändert zum Vortag. Auf Wochensicht steht ein Plus von 2,9 Prozent zu Buche, auf Monatssicht sogar von 42 Prozent – eine kräftige Erholung von den Tiefständen.

Seit Jahresbeginn liegt das Papier dennoch mit 11 Prozent im Minus, auf Zwölfmonatssicht beträgt der Rückstand 20 Prozent. Vom 52-Wochen-Hoch bei 242,00 Euro, erreicht im Oktober vergangenen Jahres, trennen die Aktie noch 23 Prozent.

Die nächste wichtige Wegmarke für Anleger ist der 21. Oktober, wenn SAP seine Finanzergebnisse für das dritte Quartal vorlegt.

Anzeige

SAP-Aktie: Kaufen oder verkaufen?! Neue SAP-Analyse vom 21. August liefert die Antwort:

Die neusten SAP-Zahlen sprechen eine klare Sprache: Dringender Handlungsbedarf für SAP-Aktionäre. Lohnt sich ein Einstieg oder sollten Sie lieber verkaufen? In der aktuellen Gratis-Analyse vom 21. August erfahren Sie was jetzt zu tun ist.

SAP: Kaufen oder verkaufen? Hier weiterlesen...

Diskussion zu SAP