SAP Aktie: Absturz beschleunigt sich

Die SAP-Aktie fällt nach einer Herabstufung durch JPMorgan auf den tiefsten Stand seit 2024. Analysten warnen vor sinkenden Cloud-Beständen und höheren Investitionen.

Die Kernpunkte:
  • JPMorgan stuft SAP von 'Overweight' auf 'Neutral' herab
  • Kursziel wird von 260 auf 175 Euro gesenkt
  • Aktie verliert im Jahresverlauf fast 29 Prozent
  • Warnung vor sinkenden Cloud-Auftragsbeständen

Die kurze Erholung war nicht mehr als ein Aufflackern. Heute setzt sich der Kursverfall bei SAP fort – und diesmal liefert eine prominente US-Investmentbank den Auslöser.

JPMorgan dreht den Daumen

Analyst Toby Ogg von JPMorgan hat die SAP-Aktie von „Overweight“ auf „Neutral“ herabgestuft und das Kursziel von 260 auf 175 Euro gekappt. Gleichzeitig flog der Titel aus der hauseigenen Auswahlliste. Begründung: Das Fundament, auf dem die ursprüngliche Kaufempfehlung ruhte – beschleunigtes Wachstum und steigende Margen – trägt nicht mehr.

Konkret warnt Ogg vor sinkenden Cloud-Auftragsbeständen (CCB) im Zuge der laufenden S/4HANA-Migration. Hinzu kommt der höhere Investitionsbedarf durch schärferen Wettbewerb sowie die Gefahr größerer Ergebnisschwankungen beim anhaltenden Umbau des Geschäftsmodells. Seine Gewinnprognosen für 2026 bis 2028 hat er entsprechend zurückgeschraubt.

29 Prozent im Minus – und kein Boden in Sicht

Die Reaktion des Marktes war prompt: Der Kurs fiel heute auf rund 147,66 Euro, den tiefsten Stand seit Januar 2024. Damit ist SAP im bisherigen Jahresverlauf 2026 um knapp 29 Prozent gefallen – klares Schlusslicht im DAX.

Zum Vergleich: Noch am Montag hatten Spekulationen über mögliche US-Iran-Gespräche den Gesamtmarkt beflügelt und auch SAP kurzfristig um über 4 Prozent auf knapp 162 Euro getrieben. Diese Erholung ist heute vollständig verpufft.

Zwei weitere Häuser, Kepler Cheuvreux und Jefferies, haben ihre Kursziele ebenfalls gesenkt – auf 190 beziehungsweise 230 Euro. Beide bestätigten allerdings ihre Kaufempfehlungen, sehen den jüngsten Rückgang also eher als Einstiegsgelegenheit. Ein klarer Dissens in der Analystengemeinschaft – und für Anleger keine einfache Ausgangslage.

Technisch ist das Bild wenig ermutigend. Die Aktie hat wichtige Unterstützungsniveaus nacheinander aufgegeben, und von einer Stabilisierung ist derzeit wenig zu sehen.

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