SAP Aktie: Billiges Schnäppchen?

Trotz Kursverlusten und negativer Stimmung hält Jefferies an einem Kursziel von 290 Euro fest. Die Diskrepanz zu HSBC zeigt die aktuelle Marktunsicherheit.

Die Kernpunkte:
  • Kursziel von Jefferies liegt bei 290 Euro
  • HSBC startet mit vorsichtiger Hold-Empfehlung
  • Charttechnisch droht weiterer Abwärtsdruck
  • KI-Monetarisierung als Wachstumstreiber 2026

Der Kurs bricht ein, die Stimmung ist miserabel – doch ausgerechnet jetzt rufen Analysten zum Einstieg. Während SAP die psychologisch wichtige 200-Euro-Marke nach unten durchbricht, sieht Jefferies ein Kurspotenzial von fast 50 Prozent. Die Begründung: Der Markt übertreibt massiv nach unten.

Die Eckdaten der aktuellen Lage:

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  • Aktueller Kurs: rund 194 Euro (Xetra-Schluss gestern)
  • Minus seit Jahresbeginn: circa 7 bis 9 Prozent
  • Abstand zum 52-Wochen-Hoch: über 30 Prozent
  • Jefferies-Kursziel: 290 Euro (+49 Prozent Potenzial)
  • HSBC-Kursziel: 178 Euro (-8 Prozent Risiko)

Jefferies sieht den Boden erreicht

Analyst Charles Brennan von Jefferies bekräftigt seine Kaufempfehlung mit einem Kursziel von 290 Euro. Seine These: Die Stimmung im Software-Sektor sei „selten schlechter” gewesen, getrieben durch diffuse Ängste rund um Künstliche Intelligenz. Doch fundamental stehe SAP deutlich besser da als die Marktbewertung suggeriere.

Die Zahlen stützen seine Argumentation. Die wiederkehrenden Umsätze wachsen stabil mit knapp 15 Prozent, während die Aktie nur etwa 15 Prozent über historischen Tiefstbewertungen handelt. Für Brennan ein klares Signal: Die Talsohle könnte erreicht sein.

Charttechnisches Verkaufssignal belastet

Der Rutsch unter die 200-Euro-Schwelle verschärft die technische Situation. Marktbeobachter identifizieren nun kritische Unterstützungen bei 185 und 175 Euro. Sollten diese Zonen nicht halten, droht weiterer Abwärtsdruck. Der schwache DAX, der zuletzt fast 1,5 Prozent verlor, belastet den Technologiewert zusätzlich.

HSBC zeigt sich deutlich verhaltener als Jefferies. Die britische Bank startete ihre Coverage mit „Hold” und einem Kursziel von 178 Euro – unter dem aktuellen Niveau. Diese Diskrepanz zwischen den Analystenhäusern zeigt die Unsicherheit am Markt.

KI-Monetarisierung als Hoffnungsträger

Die Bank of America setzt auf Wachstumsbeschleunigung durch KI. SAP arbeitet konkret an der Integration von Künstlicher Intelligenz in Geschäftsprozesse – etwa durch Partnerschaften mit Fresenius im Klinikbereich und Syngenta in der Landwirtschaft. Die Monetarisierung von Kundendaten mittels KI könnte 2026 spürbar zum Wachstum beitragen.

Am 29. Januar folgt die Zahlenvorlage für das vierte Quartal 2025. Dann wird sich zeigen, ob das Cloud-Wachstum die bullischen Erwartungen rechtfertigt oder die vorsichtige HSBC-Einschätzung bestätigt wird. Bis dahin bleibt SAP zwischen fundamentaler Attraktivität und negativer Marktstimmung gefangen.

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