SAP Aktie: BlackRock stockt auf 6,69 Prozent auf

BlackRock stockt SAP-Anteil auf 6,69 Prozent auf. Zuvor kaufte ein Vorstandsmitglied Aktien. Der Kurs legte binnen eines Monats um 32 Prozent zu.

Die Kernpunkte:
  • BlackRock erhöht Anteil auf 6,69 Prozent
  • Vorstandskauf von 1.700 Aktien
  • Kursplus von 32 Prozent in 30 Tagen
  • Cloud-Umsatz wächst um 24 Prozent

BlackRock hat der Deutschen Börse eine Stimmrechtsmitteilung übermittelt: Der Vermögensverwalter hält nach einer Schwellenberührung zum 11. August nun 6,69 Prozent der Stimmrechte an SAP. Die Mitteilung reiht sich in eine Serie von Insider- und Großaktionärs-Bewegungen ein, die derzeit rund um das Walldorfer Softwarehaus zu beobachten sind.

Erst am Freitag war bekannt geworden, dass Vorstandsmitglied Gina Vargiu-Breuer am 12. August 1.700 SAP-Aktien zu je 179,15 Euro erworben hat. Damit setzt sich ein Muster fort, das bereits vor gut drei Wochen mit einem Insiderkauf begonnen hatte – seither hat die Aktie um 27,7 Prozent zugelegt.

Auch der Kartellvorermittlung des Bundeskartellamts, die vor rund zwei Wochen eingestellt wurde, folgte ein Kursplus von 6,5 Prozent. Dass nun ausgerechnet BlackRock seinen Anteil weiter aufstockt, unterstreicht das gestiegene institutionelle Interesse an dem Papier.

Tschira-Familie hält über vier Prozent

Parallel zur BlackRock-Meldung wurde Anfang August eine korrigierte Stimmrechtsmitteilung von Harald Tschira veröffentlicht. Durch Stimmbindungsverträge mit Udo Tschira überschritt er zum 20. Juli die Drei-Prozent-Schwelle und hält nun 4,22 Prozent der Stimmrechte. Auch diese Meldung zeigt, dass die Eigentümerstruktur bei SAP derzeit in Bewegung ist – ein Umstand, den Anleger im Blick behalten dürften, wenn sich Großaktionäre neu positionieren.

Workday-Spekulationen befeuern zusätzlich

Zu den Eigentümerbewegungen gesellt sich ein sektorweiter Impuls: Medienberichten zufolge sorgten Übernahmespekulationen um den US-Wettbewerber Workday durch den Finanzinvestor Silver Lake am Freitag für einen Kursanstieg von rund fünf Prozent bei SAP.

Der Kurs schloss am Freitag bei 179,80 Euro, ein Minus von 0,7 Prozent gegenüber dem Vortag – nach dem kräftigen Sprung zuvor eine moderate Verschnaufpause. Über die vergangenen 30 Tage steht dennoch ein Plus von 32 Prozent zu Buche, was die Dynamik der jüngsten Wochen verdeutlicht.

Am Samstag bestätigte Jefferies sein Kaufvotum für die Aktie. Zugleich wiesen mehrere andere Häuser laut Medienberichten zuletzt gesenkte Kursziele aus, während das Konsens-Rating mit deutlicher Mehrheit an Kaufempfehlungen bei „Strong Buy“ verbleibt – ein Hinweis darauf, dass die Analystengemeinde trotz einzelner Zielkorrekturen grundsätzlich optimistisch bleibt.

Blick nach vorn

Fundamentale Rückendeckung liefern die Ende Juli veröffentlichten Zahlen zum zweiten Quartal: Der währungsbereinigte Cloud-Umsatz wuchs um 24 Prozent auf 6,28 Milliarden Euro, der Cloud-Auftragsbestand um 26 Prozent auf 22,9 Milliarden Euro. Die nächsten Ergebnisse zum dritten Quartal 2026 sind für den 21. Oktober terminiert, ein Security Patch Day steht für den 9. September an.

Die Kombination aus institutionellem Zukauf, Vorstandskäufen und sektorweiter Übernahmefantasie zeichnet das Bild eines Titels, der derzeit von mehreren Seiten Rückenwind erhält – auch wenn kurzfristige Kursschwankungen wie am Freitag nicht ausbleiben.

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