SAP Aktie: Cloud Backlog springt auf 22,9 Milliarden
SAP profitiert von starkem Cloud-Wachstum, regulatorischer Entlastung und Aktienkäufen durch das Management im Umfang von 267.450 Euro.

- Saueressig erwirbt SAP-Papiere für 267.450 Euro
- Kartellamt startet kein Missbrauchsverfahren
- Cloud-Erlöse steigen um 24 Prozent
- Aktienrückkäufe erreichen rund 2,6 Milliarden Euro
SAP-Vorstandsmitglied Thomas Heinrich Saueressig hat Ende Mai Aktien im Volumen von 267.450 Euro erworben. Der Kauf wurde erst am 26. August gemäß den Meldepflichten für Directors‘ Dealings nach dem Wertpapierhandelsgesetz veröffentlicht.
Für Anleger ist das Signal deutlich: Ein Mitglied der Unternehmensführung setzt eigenes Geld auf den Softwarekonzern, in einer Phase, in der die Aktie zwar von Höchstständen entfernt ist, sich aber deutlich vom Jahrestief erholt hat.
Parallel zur Insider-Transaktion räumte sich SAP regulatorischen Gegenwind aus dem Weg. Das deutsche Bundeskartellamt teilte mit, im Streit mit dem Wettbewerber Celonis kein Missbrauchsverfahren einzuleiten.
Die Behörde sah nach Vorermittlungen keine Anhaltspunkte für eine Behinderung des Wettbewerbs, wie das Handelsblatt berichtete. Für SAP ist das eine Entlastung: Der Vorwurf, der Konzern könnte seine Marktmacht im Bereich Process Mining missbräuchlich ausnutzen, ist damit vom Tisch.
Cloud-Geschäft liefert das Fundament
Hinter dem Vertrauen des Vorstandsmitglieds steht ein operatives Geschäft, das im zweiten Quartal 2026 kräftig zulegte. Der Cloud-Umsatz stieg währungsbereinigt um 24 Prozent auf 6,28 Milliarden Euro, das Cloud-ERP-Suite-Geschäft wuchs sogar um 27 Prozent.
Besonders bemerkenswert ist der Auftragsbestand: Der Current Cloud Backlog kletterte währungsbereinigt um 26 Prozent auf 22,9 Milliarden Euro und liefert damit einen verlässlichen Blick auf künftige Umsätze. Der Gesamtumsatz wuchs währungsbereinigt um 11 Prozent, das Non-IFRS-Betriebsergebnis um 9 Prozent.
Für das Gesamtjahr 2026 rechnet SAP währungsbereinigt mit einem Cloud-Umsatz zwischen 25,8 und 26,2 Milliarden Euro sowie einem Non-IFRS-Betriebsergebnis von 11,8 bis 12,2 Milliarden Euro.
In diese Spanne fließt bereits eine Verwässerung von mehr als 100 Millionen Euro durch die im Sommer abgeschlossenen Übernahmen von Dremio und Prior Labs ein – zwei Zukäufe, mit denen SAP seine Position im Bereich Daten- und KI-Infrastruktur ausbaut. Dremio bringt eine Agentic-Lakehouse-Plattform für die SAP Business Data Cloud, Prior Labs gilt als Pionier für sogenannte Tabular Foundation Models.
Rückkaufprogramm läuft weiter
Auch bei der Kapitalrückführung bleibt SAP aktiv. Bis Ende Juni hatte der Konzern im laufenden Rückkaufprogramm mehr als 16 Millionen Aktien zu einem Durchschnittskurs von 161,16 Euro erworben, ein Volumen von rund 2,6 Milliarden Euro. Das bis Ende 2027 laufende Programm ist auf ein Gesamtvolumen von bis zu 10 Milliarden Euro angelegt und signalisiert Zuversicht des Managements in die eigene Bewertung.
Am Aktienmarkt notiert das Papier aktuell bei 189,22 Euro und damit rund 12 Prozent über seinem 200-Tage-Durchschnitt von 169,29 Euro – ein Zeichen dafür, dass der mittelfristige Aufwärtstrend trotz der Konsolidierung der vergangenen Wochen intakt bleibt. Für Anleger ergibt sich damit ein Bild aus operativer Stärke, regulatorischer Entlastung und einem Management, das mit eigenem Kapital hinter der Aktie steht.
SAP-Aktie: Kaufen oder verkaufen?! Neue SAP-Analyse vom 1. September liefert die Antwort:
Die neusten SAP-Zahlen sprechen eine klare Sprache: Dringender Handlungsbedarf für SAP-Aktionäre. Lohnt sich ein Einstieg oder sollten Sie lieber verkaufen? In der aktuellen Gratis-Analyse vom 1. September erfahren Sie was jetzt zu tun ist.
SAP: Kaufen oder verkaufen? Hier weiterlesen...




