SAP Aktie: Cloud Backlog wächst um 27 Prozent auf 22,9 Mrd.

SAP behebt 31 Sicherheitslücken, darunter fünf kritische. Parallel wächst das Cloud-Geschäft um 22 Prozent, während die Aktie nach starkem Lauf leicht korrigiert.

Die Kernpunkte:
  • 31 Sicherheitsupdates veröffentlicht
  • Cloud-Umsatz steigt um 22 Prozent
  • KI-Investitionen von über einer Milliarde Euro
  • Aktie fällt um 2,5 Prozent

SAP hat am gestrigen Patch Day 28 neue Security Notes sowie einen GitHub Security Advisory veröffentlicht. Insgesamt betrifft die Aktualisierung 31 Einzelposten, darunter fünf als kritisch eingestufte Schwachstellen und sieben mit hoher Priorität. Für ein Unternehmen, dessen Softwarelösungen bei Konzernen weltweit im Kerngeschäft laufen, gehört ein solcher monatlicher Sicherheitsabgleich mittlerweile zum Standardrepertoire der Betriebsführung.

Die Nachricht reiht sich in eine Phase ein, in der SAP operativ und strategisch spürbar Tempo aufnimmt. Im Juli hatte der Konzern die Übernahmen von Dremio und Prior Labs abgeschlossen.

Bei Prior Labs kündigte SAP an, in den kommenden vier Jahren mehr als eine Milliarde Euro zu investieren, um daraus ein international führendes Frontier-AI-Labor für strukturierte Daten zu formen. Diese Investitionssumme unterstreicht, wie stark SAP künstliche Intelligenz zum zentralen Wachstumshebel erklärt.

Cloud-Geschäft treibt die Zahlen

Die im Juli veröffentlichten Ergebnisse für das zweite Quartal und das erste Halbjahr 2026 liefern die fundamentale Basis für diesen Kurs. Der Current Cloud Backlog wuchs um 27 Prozent auf 22,9 Milliarden Euro, währungsbereinigt um 26 Prozent.

Die Clouderlöse insgesamt legten um 22 Prozent zu, währungsbereinigt um 24 Prozent, während die Cloud-ERP-Suite mit einem Plus von 25 Prozent beziehungsweise 27 Prozent währungsbereinigt noch stärker wuchs.

Der Gesamtumsatz stieg um 9 Prozent, währungsbereinigt um 11 Prozent. Das Betriebsergebnis verbesserte sich nach IFRS um 8 Prozent, nach Non-IFRS um 7 Prozent beziehungsweise währungsbereinigt um 9 Prozent.

Zugleich passte SAP den Ausblick für das Non-IFRS-Betriebsergebnis 2026 an, um den Verwässerungseffekt aus den Übernahmen von Dremio und Prior Labs abzubilden – ein Hinweis darauf, dass die KI-Expansion kurzfristig auf die Marge drückt, auch wenn das operative Geschäft insgesamt kräftig wächst.

Kursreaktion und Personalie im Vorstand

Der gestrige Handelstag brachte für die Aktie einen Rückgang von 2,5 Prozent auf 176,94 Euro. Auf Sicht von 30 Tagen steht dennoch ein Plus von 30 Prozent zu Buche, was zeigt, dass die jüngste Kursschwäche eine vorangegangene Erholungsbewegung nur teilweise korrigiert. Seit Jahresbeginn liegt das Papier weiterhin deutlich im Minus.

Parallel zur operativen Entwicklung ordnete SAP im Sommer auch personelle Zuständigkeiten neu. Anfang Juli übertrug der Konzern operative Verantwortung für Teile der Product & Engineering Organisation von Muhammad Alam auf Christian Klein; zwei neue Einheiten, SAP Business AI Platform & CTO sowie SAP Autonomous Suite, entstanden dabei.

Bereits im April hatte der Aufsichtsrat den Vertrag von Vorstandsmitglied Gina Vargiu-Breuer um drei Jahre bis Ende Januar 2030 verlängert – ein Signal für Kontinuität im Führungsgremium, während der Konzern seine KI-Strategie mit milliardenschweren Zukäufen vorantreibt.

Anzeige

SAP-Aktie: Kaufen oder verkaufen?! Neue SAP-Analyse vom 13. August liefert die Antwort:

Die neusten SAP-Zahlen sprechen eine klare Sprache: Dringender Handlungsbedarf für SAP-Aktionäre. Lohnt sich ein Einstieg oder sollten Sie lieber verkaufen? In der aktuellen Gratis-Analyse vom 13. August erfahren Sie was jetzt zu tun ist.

SAP: Kaufen oder verkaufen? Hier weiterlesen...

Diskussion zu SAP