SAP Aktie: Dremio-Deal im dritten Quartal erwartet

SAP und T-Systems gewinnen zentralen KI-Auftrag der Bundesverwaltung. Das Volumen beträgt knapp 250 Millionen Euro.

Die Kernpunkte:
  • Gewinn des KI-Großauftrags vom Bund
  • Auftragsvolumen von knapp 250 Millionen Euro
  • Zwei Konsortien teilen sich den Auftrag
  • SAP-Aktie erholt sich vom Jahrestief

SAP und T-Systems haben den wohl wichtigsten KI-Auftrag der deutschen Bundesverwaltung gewonnen. Knapp 250 Millionen Euro stehen auf dem Spiel — und das Potenzial reicht weit über diesen einen Zuschlag hinaus.

Grünes Licht nach Rechtsstreit

Das Bundesdigitalministerium hat dem Konsortium aus T-Systems und SAP den Zuschlag für eine zentrale KI-Plattform der öffentlichen Verwaltung erteilt. Der Weg dahin war holprig: Ein Konkurrenz-Konsortium aus Google und dem Dortmunder IT-Unternehmen Adesso hatte zunächst Rechtsmittel eingelegt. Die Vergaberüge zogen sie inzwischen zurück — damit war der Weg frei.

Das Auftragsvolumen teilt sich bewusst auf zwei Bieter auf. T-Systems und SAP erhalten als erstplatziertes Konsortium 70 Prozent. Die restlichen 30 Prozent gehen an ein Konsortium um die Wiesbadener SVA System Vertrieb Alexander GmbH. Der Staat will so eine Abhängigkeit von einem einzigen Lieferanten vermeiden.

Was die Plattform leisten soll

Im Kern geht es um Effizienz in der Verwaltung. Behörden sollen Dokumente schneller verarbeiten, Planungs- und Genehmigungsverfahren beschleunigen und Texte automatisch zusammenfassen können. Die Plattform soll zur zentralen KI-Infrastruktur der öffentlichen Verwaltung werden.

Als erste Anwendung ist KIPITZ vorgesehen — ein System für Dokumentenverarbeitung, Zusammenfassungen und Wissensmanagement.

An der Börse zählt dieser Auftrag vor allem als politisches Signal. Der Staat wird zum aktiven Nachfrager für KI-Infrastruktur und sichere Cloud-Dienste. Folgeaufträge sind damit realistisch.

Akquisitionen ergänzen das Bild

SAP baut parallel seine Datenbasis aus. Die Übernahme von Reltio, einem Anbieter von Master Data Management Software, ist abgeschlossen. Damit hilft SAP seinen Kunden, Unternehmensdaten aus verschiedenen Systemen für KI-Anwendungen aufzubereiten.

Die nächste Akquisition läuft noch. SAP plant die Übernahme des Data-Lakehouse-Anbieters Dremio. Die Vereinbarung stammt aus Mai 2026, der Abschluss wird im dritten Quartal 2026 erwartet — vorbehaltlich behördlicher Freigaben.

Aktie erholt sich vom Tief

Die SAP-Aktie notiert aktuell bei 152,10 Euro — ein Anstieg von rund 4,5 Prozent in den vergangenen sieben Tagen. Vom 52-Wochen-Tief bei 137,62 Euro hat sich das Papier damit wieder etwas abgesetzt. Seit Jahresbeginn steht allerdings noch ein Minus von knapp 25 Prozent zu Buche.

Am 23. Juli 2026 legt SAP die Zahlen für das zweite Quartal vor. Dann werden vor allem die Cloud-Umsätze und mögliche Hinweise auf neue Preismodelle zeigen, ob der operative Rückenwind auch in den Zahlen ankommt.

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