SAP Aktie: Erleichterung nach Quartalszahlen

SAP übertrifft mit starken Cloud-Erlösen die Analystenerwartungen und verzeichnet einen deutlichen Kurssprung. Das Management bleibt jedoch vorsichtig.

Die Kernpunkte:
  • Cloud-Umsatz steigt um 19 Prozent
  • Operative Marge verbessert sich deutlich
  • Aktienrückkauf im Wert von 2,6 Milliarden Euro
  • CEO warnt vor Abschwächung im zweiten Quartal

Der schwächste DAX-Titel des laufenden Jahres schlug zurück. Nach einem Kursrückgang von knapp 28 Prozent seit Jahresbeginn lieferte SAP am Donnerstagabend Erstquartalszahlen, die besser ausfielen als von Analysten erwartet — und die Aktie sprang heute Morgen zeitweise um mehr als sieben Prozent nach oben.

Was die Zahlen tragen

Der Gesamtumsatz kletterte im Jahresvergleich um sechs Prozent auf rund 9,6 Milliarden Euro. Besonders das Cloudgeschäft zog an: Die Erlöse in diesem Bereich stiegen um 19 Prozent, währungsbereinigt sogar um 27 Prozent. Das bereinigte operative Ergebnis wuchs auf 2,87 Milliarden Euro — deutlich über dem Analystenkonsens von 2,73 Milliarden. Die operative Marge weitete sich dabei von 27,2 auf 30,0 Prozent aus.

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Der sogenannte Current Cloud Backlog, also der aus bereits abgeschlossenen Cloud-Verträgen für die nächsten zwölf Monate erwartete Umsatz, wuchs um 25 Prozent auf 21,9 Milliarden Euro. Genau diese Kennzahl hatte Analysten besonders positiv überrascht — sie gilt als verlässlicher Frühindikator für das künftige Cloudgeschäft.

Unterm Strich stand ein Nettogewinn von 1,9 Milliarden Euro, ein Plus von acht Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum. Den freien Cashflow belastete eine Zahlung von 408 Millionen Euro zur Beilegung eines Rechtsstreits mit Teradata.

Erleichterung, aber mit Vorbehalt

Deutsche-Bank-Analysten sprachen von einem „Quartal der Erleichterung“ — einem Jahresauftakt, der besser ausgefallen sei als befürchtet. Barclays sieht in den starken CCB-Zahlen und den ausführlichen KI-Kommentaren des Managements ein Signal, das Anlegersorgen rund um eine mögliche KI-Disruption zumindest dämpfen dürfte.

Doch CEO Christian Klein selbst dämpfte allzu große Euphorie: Das Wachstum der Clouderlöse werde sich im zweiten Quartal voraussichtlich abschwächen. Und die Jahresziele blieben weitgehend unverändert — Cloud-Erlöse von 25,8 bis 26,2 Milliarden Euro sowie ein bereinigtes operatives Ergebnis zwischen 11,9 und 12,3 Milliarden Euro. Jefferies-Analyst Charles Brennan stellte offen die Frage, ob Kleins jüngste Medienaussagen — in denen er KI-Risiken mit dem früheren Cloud-Übergang verglich und Investoren auf kurzfristige Belastungen einstimmte — angesichts dieser stabilen Prognosen überhaupt nötig gewesen seien.

Auch das Aktienrückkaufprogramm macht Fortschritte: SAP kaufte im Rahmen seines 10-Milliarden-Euro-Programms bereits 16,3 Millionen eigene Aktien für rund 2,6 Milliarden Euro zurück.

Alle Augen richten sich nun auf die Anwenderkonferenz „Sapphire“, die ab dem 11. Mai stattfindet. Dort erwartet der Markt ein ausführliches Update zur KI-Strategie — und damit wohl die nächste Bewährungsprobe für den Walldorfer Konzern.

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