SAP Aktie: Goldman Sachs senkt Margenprognosen
SAP erweitert Cloud-Ökosystem mit BMC und treibt KI-Monetarisierung voran. Analysten warnen vor sinkenden Margen durch höhere Kosten.

- Neue Partnerschaft mit BMC Software
- Fokus auf KI-Monetarisierung
- Analysten senken Margenprognosen
- Aktie erholt sich leicht
SAP treibt seine KI-Strategie voran. Eine neue Partnerschaft mit BMC Software soll die Cloud-Lösungen stärken. Die Börse reagierte am Freitag mit einem Plus von 3,92 Prozent. Das ist ein kleiner Lichtblick für das schwer abgestrafte Papier.
Ausbau des Cloud-Ökosystems
BMC Software tritt dem SAP-Partnerprogramm bei. Das US-Unternehmen bietet seine Automatisierungslösung Control-M nun direkt im SAP Store an. Kunden steuern damit ihre Geschäftsprozesse über verschiedene Cloud-Umgebungen hinweg. SAP will so die betriebliche Komplexität bei der Umstellung auf S/4HANA spürbar reduzieren.
Dieser Schritt passt zur neuen Strategie des Softwarekonzerns. SAP fokussiert sich zunehmend auf die Monetarisierung von Künstlicher Intelligenz. Das Ziel: das autonome Unternehmen. Der Fokus verschiebt sich dabei von der reinen Technologie hin zu messbaren Geschäftsergebnissen.
Analysten warnen vor Margendruck
Für das laufende Jahr erwarten Experten ein Cloud-Umsatzwachstum von 27 Prozent. Einige Analysten treten allerdings auf die Bremse. Goldman Sachs senkte kürzlich die Margenprognosen für das zweite Quartal und verwies auf höhere Hardwarekosten in der zweiten Jahreshälfte. Zusätzlich belasten die geplanten Übernahmen von Dremio und Prior Labs voraussichtlich die Profitabilität.
Dennoch hält der Vorstand am Jahresziel fest. SAP erwartet weiterhin einen operativen Gewinn von rund 12 Milliarden Euro. Auch die Prognose für den Cloud-Umsatz bleibt bestehen.
An der Börse bleibt die Lage derweil angespannt. Mit einem Kurs von 136,16 Euro notiert das Papier nur knapp über dem 52-Wochen-Tief. Seit Jahresbeginn verlor die SAP-Aktie 32,59 Prozent ihres Wertes.
Am 23. Juli 2026 legt der Konzern die Zahlen für das zweite Quartal vor. Dieser Bericht wird klären, wie stark die Hardwarekosten und Akquisitionen die Margen bereits belasten.
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