SAP Aktie: Jefferies senkt Ziel auf 210 Euro
Jefferies senkt SAP-Kursziel auf 210 Euro, bestätigt aber die Kaufempfehlung. Analysten sehen den Softwaresektor vor einer schwierigen Phase.

- Kursziel von 230 auf 210 Euro gesenkt
- Kaufempfehlung bleibt trotzdem bestehen
- Quiet Period bis zum Quartalsbericht am 23. Juli
- KI-Strategie als neue Wachstumshoffnung
Jefferies hat das Kursziel für SAP von 230 auf 210 Euro gesenkt. Die Kaufempfehlung bleibt dennoch bestehen. Analyst Charles Brennan sieht den europäischen Softwaresektor vor einer schwierigen Phase — und SAP mittendrin.
Mauer der Sorgen vor dem Quartalsbericht
Brennan beschreibt die aktuelle Stimmung als „Mauer der Sorgen“. Investoren zeigen sich zurückhaltend und weichen auf andere Technologie-Segmente aus. Klare operative Impulse fehlen — und die kommen so schnell auch nicht.
Seit dem 22. Juni befindet sich SAP in der sogenannten Quiet Period. Das Management darf keine Kommentare zu Umsätzen oder Margen abgeben. Bis zum Quartalsbericht am 23. Juli bleibt es damit still aus Walldorf.
KI als Wachstumshoffnung
Parallel arbeitet SAP an seiner KI-Positionierung. Der Bereich SAP Engagement Cloud veröffentlichte gestern neue Daten zu sogenannter Agentic AI. Bereits 21 Prozent der Konsumenten nutzen KI-Agenten bei Kaufentscheidungen — bei der Generation Z sind es 43 Prozent.
SAP will mit diesen Technologien klassische, lineare Kampagnenmodelle ersetzen. Ob sich das bereits im zweiten Quartal in den Zahlen niederschlägt, ist offen.
Blick auf den 23. Juli
Die Aktie verlor am Mittwoch 1,53 Prozent und schloss bei 134,96 Euro. Das Papier liegt damit deutlich unter den Hochs des Vorjahres.
Am 23. Juli um 22:05 Uhr legt SAP die Ergebnisse für das zweite Quartal vor. Der Markt wird dabei besonders auf die Cloud-Bruttomarge und den Cloud-Auftragsbestand schauen. Beide Kennzahlen entscheiden, ob die Sorgen über eine Wachstumsverlangsamung im Softwaresektor berechtigt sind — oder ob das aktuelle Kursniveau eine Kaufgelegenheit darstellt.
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