SAP Aktie: KI-Pläne stoßen auf Skepsis
SAPs Umstellung auf verbrauchsbasierte KI-Abrechnung stößt bei Kunden auf Vorbehalte und belastet die Aktie. Trotz robuster Fundamentaldaten erreicht der Kurs ein 52-Wochen-Tief.

- Neue verbrauchsbasierte KI-Preisstruktur geplant
- Aktienkurs fällt auf 52-Wochen-Tief von 159,78 Euro
- Viele Kunden setzen KI-Projekte ohne SAP um
- Robuste Gewinn- und Cloud-Zahlen im Vorjahr
SAP plant einen radikalen Umbau seiner Preisstruktur. Zukünftig sollen Kunden für Künstliche Intelligenz nach tatsächlichem Verbrauch zahlen, statt klassische Abonnements abzuschließen. Ausgerechnet dieser Vorstoß offenbart eine tiefe Kluft zwischen den Ambitionen des Softwarekonzerns und der Realität in den Unternehmen.
CEO Christian Klein reagiert mit einer neuen Einheit aus Hunderten Mitarbeitern auf die Herausforderungen bei der KI-Einführung. Ab Juli sollen spezialisierte Teams direkt mit den Kunden Anwendungen auf Basis der SAP-Technologie entwickeln. Der Kapitalmarkt quittierte diese Pläne am Donnerstag mit Verkäufen: Die Papiere rutschten auf ein 52-Wochen-Tief von 159,78 Euro ab. Damit summiert sich der Kursverlust seit Jahresbeginn auf knapp 21 Prozent.
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Das Dilemma mit der Abrechnung
Der Wechsel von planbaren Abo-Modellen zur verbrauchsbasierten Abrechnung bereitet vielen Führungskräften Sorgen um unkalkulierbare Kosten. Diese Zurückhaltung belegt der aktuelle Investitionsreport der SAP-Anwendergruppe (DSAG). Obwohl 43 Prozent der befragten Unternehmen bereits konkrete KI-Projekte umsetzen, greifen mehr als drei Viertel dafür auf Nicht-SAP-Lösungen zurück. Komplexe Lizenzmodelle und veraltete On-Premise-Systeme bremsen die Adaption der hauseigenen Technologie deutlich aus.
Stabile Fundamentaldaten als Stütze
Abseits der strategischen Baustellen präsentiert sich das operative Geschäft robust. Im vergangenen Geschäftsjahr kletterte der Gewinn auf 7,16 Milliarden Euro, während der Cloud-Auftragsbestand um 30 Prozent wuchs. Aktionäre profitieren derweil von einer auf 2,50 Euro je Aktie erhöhten Dividende sowie einem laufenden Aktienrückkaufprogramm im Volumen von bis zu zehn Milliarden Euro.
Die nächste Bewährungsprobe für den neuen Kurs steht unmittelbar bevor. Am 23. April 2026 veröffentlicht der Konzern die Zahlen für das erste Quartal. Dann muss das Management anhand der Cloud-Umsätze belegen, ob die neuen KI-Initiativen erste zählbare Erfolge bei der zögerlichen Kundschaft erzielen.
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