SAP Aktie: KI schlägt Stichtag

Eine Studie zeigt, dass Künstliche Intelligenz das Ende der Wartungsverträge als Hauptgrund für den Wechsel zu SAP S/4HANA ablöst. Die Migration verläuft jedoch weiterhin schleppend.

Die Kernpunkte:
  • KI ist neuer Hauptfaktor für ERP-Strategien
  • Wartungsende verliert an Bedeutung als Treiber
  • Viele Unternehmen nutzen S/4HANA bereits
  • Vollständige Migration bleibt eine Herausforderung

Lange Zeit galt das nahende Wartungsende 2027 als das stärkste Druckmittel für den Wechsel auf SAP S/4HANA. Eine aktuelle Erhebung zeigt nun einen überraschenden Motivationswechsel in den Chefetagen auf. Nicht mehr der Zwang zur Compliance, sondern die Aussicht auf Produktivitätsgewinne durch Künstliche Intelligenz treibt die milliardenschweren IT-Budgets an.

Künstliche Intelligenz als neuer Hauptantrieb

Laut einer Anfang April veröffentlichten Benchmark-Studie von SAPinsider nennen mittlerweile 43 Prozent der befragten Unternehmen die KI-Ankündigungen des Softwarekonzerns als wichtigsten externen Faktor für ihre ERP-Strategie. Das bisherige Hauptargument, die auslaufende Wartung für Altsysteme, rutscht mit 39 Prozent auf den zweiten Platz ab.

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Die Kunden wollen den Geschäftswert aktiv steigern, anstatt lediglich IT-Vorschriften zu erfüllen. Dabei rückt besonders der KI-Assistent Joule in den Mittelpunkt. Technologieführer versprechen sich von der Software konkrete Lösungen, um operative Engpässe in Finanzabteilungen und Lieferketten aufzulösen.

Zäher Abschied von Altsystemen

Trotz der klaren KI-Prioritäten verläuft der technische Umbau in der Praxis weiterhin schleppend. Wirtschaftliche Volatilität und hoher Kostendruck zwingen viele Unternehmen zu Kompromissen bei ihren agilen Roadmaps. Die Erhebung verdeutlicht dieses Spannungsfeld: Zwar haben bereits 55 Prozent der befragten Unternehmen SAP S/4HANA implementiert, die vollständige Migration haben allerdings erst 34 Prozent abgeschlossen.

Der parallele Betrieb von alten und neuen Systemen blockiert nicht nur Ressourcen. Fehlt eine klare Strategie zur Stilllegung der technischen Altlasten, entstehen unweigerlich operative Ineffizienzen und handfeste Sicherheitsrisiken.

Blick auf die Quartalszahlen

Für die strategische Ausrichtung von SAP liefert die Studie eine wichtige Bestätigung. Die tiefe Integration von KI in die Kernprodukte erweist sich als wirksames Instrument, um die Skepsis vieler Kunden hinsichtlich der hohen Investitionskosten für S/4HANA abzubauen.

Ob sich dieser Motivationsschub bereits in greifbaren Vertragsabschlüssen niederschlägt, wird der 23. April 2026 belegen. An diesem Tag präsentiert der Walldorfer Konzern, der sich aktuell in der vorgeschriebenen Ruhephase vor der Zahlenvorlage befindet, die Ergebnisse für das abgelaufene erste Quartal.

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