SAP Aktie: Nachhaltigkeitsziele formuliert

SAPs Cloud-Backlog-Wachstum bleibt hinter den Markterwartungen zurück, und der vorsichtige Ausblick für 2026 belastet die Aktie trotz eines neuen 10-Milliarden-Euro-Rückkaufprogramms.

Die Kernpunkte:
  • Cloud-Backlog-Wachstum unter Markterwartungen
  • Vorsichtiger Ausblick für 2026 belastet Aktie
  • Neues Aktienrückkaufprogramm von 10 Mrd. Euro
  • Starke operative Zahlen und Cashflow-Entwicklung

SAP liefert solide Zahlen, doch der Markt hängt an einer anderen Messlatte: dem Cloud-Backlog. Genau dort blieb der Konzern hinter den Erwartungen – und dämpfte zusätzlich mit einem vorsichtigen Ton für 2026. Kann ein 10-Milliarden-Euro-Rückkaufprogramm dieses Signal überdecken?

Cloud-Backlog enttäuscht – und der Ausblick hilft nicht

Der Knackpunkt in den Q4-Zahlen war das aktuelle Cloud-Backlog. Es stieg auf 21,1 Mrd. Euro und damit um 16% (währungsbereinigt +25%). Das lag jedoch unter dem, womit der Markt gerechnet hatte. SAP erklärte die Lücke mit großen Transformationsverträgen, deren Cloud-Umsätze erst später realisiert werden, sowie mit gesetzlich vorgeschriebenen Kündigungsklauseln, die das Wachstum um rund einen Prozentpunkt gedrückt hätten.

Für zusätzliche Zurückhaltung sorgte der Ausblick: SAP rechnet 2026 damit, dass sich das Backlog-Wachstum „leicht verlangsamt“. Gerade weil das Backlog als eine Art „Vorratskammer“ für künftige Cloud-Umsätze gilt, reagieren Anleger auf solche Formulierungen oft empfindlich.

Auch im Kursbild spiegelt sich der Druck: Trotz eines Plus von 2,60% heute auf 168,90 Euro liegt die Aktie in den letzten 7 Tagen -14,66% und notiert deutlich unter dem 50-Tage-Durchschnitt.

Operativ stark – aber nicht der Treiber des Tages

Abseits des Backlogs fielen mehrere Kennzahlen besser aus und lagen über den eigenen Zielen. Das zeigte: Operativ läuft vieles rund, nur war das nicht das Thema, das die Stimmung bestimmt hat.

Wichtige Fakten aus Q4/FY 2025:
Gesamtumsatz Q4: 9,68 Mrd. Euro (Vorjahr: 9,38 Mrd. Euro)
Operativer Gewinn Q4: 2,6 Mrd. Euro (Vorjahr: 2,0 Mrd. Euro)
Gewinn je Aktie 2025: 6,28 Euro (Vorjahr: 2,68 Euro)
Free Cash Flow 2025: 8,24 Mrd. Euro (+95%)
Cloud-Umsatz 2025: 21,02 Mrd. Euro (+23%)

Für 2026 stellte SAP unter anderem 25,8 bis 26,2 Mrd. Euro Cloud-Umsatz sowie einen Free Cash Flow von rund 10 Mrd. Euro in Aussicht.

Rückkaufprogramm und KI-Sorgen als Rahmen

Zusätzlich kündigte SAP ein Aktienrückkaufprogramm von bis zu 10 Mrd. Euro an. Start ist Februar 2026, das Programm soll bis Ende 2027 laufen. Es folgt auf frühere Rückkäufe seit 2020 (rund 56 Millionen Aktien für etwa 8 Mrd. Euro).

Gleichzeitig fiel die Reaktion nicht isoliert aus: Laut Quelltext lösten die SAP-Zahlen einen breiteren Rücksetzer im Softwaresektor aus, begleitet von der Sorge, dass KI-Fortschritte klassische SaaS-Modelle stärker unter Druck setzen könnten. CFO Dominik Asam verwies darauf, dass SAP KI in das eigene R&D-Portfolio integriere und bei der KI-Adoption unter den rund 35.000 Entwicklern vorne mitspielen wolle.

Unterm Strich bleibt das Bild zweigeteilt: starke operative Entwicklung und ein großes Rückkaufprogramm, aber ein Cloud-Backlog, das knapp unter den Erwartungen liegt – plus ein Ausblick, der beim Wachstum bewusst auf die Bremse tritt. Genau dieser Mix hat die Bewertung zuletzt sichtbar belastet.

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