SAP Aktie: NetApp prüft Cloud-Partnerschaft
SAP vereinbart Schutzmaßnahmen für Beschäftigte und kündigt Quartalszahlen für den 21. Oktober an; eine engere NetApp-Kooperation wird geprüft.

- SAP prüft engere Zusammenarbeit mit NetApp
- Rückkauf von 590.000 Aktien im September
- Beschäftigungssicherung bis Ende 2028 vereinbart
- Quartalsbericht für 21. Oktober angekündigt
Der US-Speicherspezialist NetApp prüft eine engere Zusammenarbeit mit dem Softwarekonzern SAP. Im Mittelpunkt der Evaluierung steht eine tiefere Integration in die unternehmenseigene Cloud-Infrastruktur von SAP. Ein verbindlicher Vertrag liegt zwar noch nicht vor, die Pläne unterstreichen jedoch das anhaltende Bestreben der Walldorfer, ihr technologisches Ökosystem rund um Cloud-Lösungen weiter zu festigen.
Parallel zu den operativen Partnerschaften stützt das Unternehmen den Kurs am Kapitalmarkt durch das laufende Rückkaufprogramm. Vom 21. bis einschließlich 25. September erwarb der Konzern 590.000 eigene Anteile über das elektronische Handelssystem XETRA. Bis zu diesem Stichtag summierte sich das im Rahmen der Maßnahme gekaufte Gesamtvolumen auf 8.895.886 Aktien.
KI-Produkte und Belegschaftswandel
Der Konzern befindet sich in einer tiefgreifenden Transformation. SAP-Chef Christian Klein betonte, dass neue Produkte im Bereich der künstlichen Intelligenz dem Softwarekonzern eine historische Wachstumschance böten. Vor dem Hintergrund möglicher Produktivitätsgewinne kündigte er an, die Belegschaft weiter an die neuen Anforderungen anzupassen.
Um diesen Wandel sozial abzufedern, schloss das Management mit dem Betriebsrat der Dachgesellschaft eine Beschäftigungssicherung bis Ende 2028 ab. Bei anstehenden Reorganisationen verpflichtet sich das Unternehmen, betroffenen Beschäftigten alternative Stellen anzubieten, entsprechende Weiterbildungen zu ermöglichen und das Gehaltsniveau bei Versetzungen beizubehalten. Für die deutsche Vertriebseinheit befand sich eine entsprechende Regelung zuletzt noch in Vorbereitung.
Berichtstermin im Blick
Am Markt spiegeln sich die strukturellen Anpassungen und Investitionen in verhaltener Zurückhaltung wider. Am vergangenen Freitag schloss das Papier bei 184,70 Euro. Seit Jahresanfang verzeichnet die Aktie damit einen Rückgang von 12 Prozent, notiert jedoch weiterhin 11 Prozent über ihrem 200-Tage-Durchschnitt von 166,31 Euro.
Neue Impulse für die Bewertung dürften zeitnah folgen: Für den 21. Oktober kündigte der Vorstand die Veröffentlichung der detaillierten Ergebnisse für das dritte Quartal 2026 an. Marktbeobachter werden dann insbesondere darauf achten, wie stark die Cloud-Erlöse zulegen und welche Fortschritte das Management bei der Integration moderner KI-Lösungen in bestehende Plattformen vorweisen kann.
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