SAP Aktie: Prior Labs kostet mehr als 1 Milliarde
SAP-Aktie fällt auf 134 Euro trotz solidem Cloud-Wachstum. Management setzt auf Milliarden-Übernahmen im KI-Bereich.

- Aktienkurs nahe 50% unter Rekordhoch
- Cloud-Auftragsbestand wächst auf 22 Milliarden
- Milliarden-Investition in KI-Startup Prior Labs
- Halbjahreszahlen am 23. Juli erwartet
Starke Zahlen, schwacher Kurs. Bei SAP klaffen operative Realität und Börsenstimmung derzeit weit auseinander. Die Aktie rutschte am Freitag auf 134,00 Euro ab. Damit notiert der Softwareriese fast 50 Prozent unter seinem Rekordhoch.
Die Privatbank Berenberg hält an ihrer Kaufempfehlung fest. Analyst Nay Soe Naing sieht das Kursziel weiterhin bei 215 Euro. Er verweist auf historisch niedrige Bewertungen im Softwaresektor. Das stabile Umsatzwachstum reicht aktuell nicht aus, um Käufer anzulocken.
Dabei lieferte das erste Quartal solide Fundamente. Der Auftragsbestand in der Cloud wuchs währungsbereinigt um 25 Prozent auf fast 22 Milliarden Euro. Für das Gesamtjahr peilt der Vorstand einen freien Cashflow von rund 10 Milliarden Euro an. Die Anleger ignorieren diese Entwicklung bislang.
Milliarden-Wette auf Künstliche Intelligenz
Das Management kauft derweil aggressiv zu. Im Zentrum steht die geplante Übernahme des Freiburger KI-Startups Prior Labs. SAP investiert hier in den kommenden vier Jahren mehr als eine Milliarde Euro. Das Ziel: ein weltweit führendes Labor für strukturierte Daten aufbauen.
Parallel dazu läuft die Prüfung für den Kauf des Datenanbieters Dremio. Das Bundeskartellamt kontrolliert den Deal seit Mitte Mai. Beide Transaktionen sollen im dritten Quartal 2026 über die Bühne gehen.
Zur Finanzierung platzierte der Konzern im Mai eine Anleihe über 3,5 Milliarden Euro. Ein weiteres Polster bietet das laufende Aktienrückkaufprogramm. Bis Ende 2027 will SAP eigene Papiere für bis zu 10 Milliarden Euro erwerben.
Die erste Tranche endete im April. Dabei flossen knapp 2,6 Milliarden Euro für gut 16 Millionen Aktien ab. Der durchschnittliche Kaufpreis lag bei 161,16 Euro.
Der Blick richtet sich auf den Juli
Charttechnisch bleibt das Bild angespannt. Seit Jahresbeginn verlor das Papier gut ein Drittel an Wert. Der Abstand zur 50-Tage-Linie beträgt fast zehn Prozent.
Am 23. Juli legt das Management die Halbjahreszahlen vor. Zwei Kennzahlen rücken dabei in den Mittelpunkt. Der Markt achtet auf den Cloud-Auftragsbestand und die Cloud-Bruttomarge. Letztere entscheidet konkret, ob die massiven KI-Investitionen bereits messbar in zahlungspflichtige Abonnements umschlagen.
SAP-Aktie: Kaufen oder verkaufen?! Neue SAP-Analyse vom 20. Juni liefert die Antwort:
Die neusten SAP-Zahlen sprechen eine klare Sprache: Dringender Handlungsbedarf für SAP-Aktionäre. Lohnt sich ein Einstieg oder sollten Sie lieber verkaufen? In der aktuellen Gratis-Analyse vom 20. Juni erfahren Sie was jetzt zu tun ist.
SAP: Kaufen oder verkaufen? Hier weiterlesen...




