SAP Aktie: Prognose bei 11,8 bis 12,2 Milliarden
SAP erwartet 2026 ein Non-IFRS-Betriebsergebnis von 11,8 bis 12,2 Mrd. Euro. Die Übernahmen von Dremio und Prior Labs belasten die Marge kurzfristig, sollen aber das Wachstum sichern.

- Ergebnisprognose für 2026 angepasst
- Übernahmen belasten kurzfristig die Marge
- Neue Partnerschaften im Partnernetzwerk
- Patch Day ohne neue Eskalation
SAP hat die Prognose für das operative Ergebnis 2026 präzisiert. Der Softwarekonzern erwartet nun ein Non-IFRS-Betriebsergebnis zwischen 11,8 und 12,2 Milliarden Euro. Die leichte Anpassung begründet das Unternehmen mit Verwässerungseffekten aus den im Juli abgeschlossenen Übernahmen von Dremio und Prior Labs.
Zukäufe kosten kurzfristig Marge, sollen aber Wachstum sichern
Beide Transaktionen zielen auf den Ausbau der Datenplattform- und KI-Fähigkeiten von SAP ab. Dass solche Zukäufe das kurzfristige Ergebnis schmälern, ist im Softwaregeschäft üblich – Integrationskosten und Kaufpreisabschreibungen schlagen zunächst auf die Marge, bevor sich Skaleneffekte einstellen.
Anleger reagierten auf die Prognoseanpassung verhalten, zumal die Zahlen in eine Phase fallen, in der die Aktie ohnehin unter erhöhter Beobachtung steht.
Am Freitag schloss das Papier bei 179,80 Euro, ein Minus von 0,7 Prozent gegenüber dem Vortag. Auf Sicht von 30 Tagen steht dennoch ein Plus von 32 Prozent zu Buche – ein Beleg dafür, wie stark sich die Aktie von ihrem Mehrjahrestief Ende Juli erholt hat. Seit Jahresbeginn bleibt SAP mit minus 14 Prozent dennoch im roten Bereich.
Kooperationen erweitern das Ökosystem
Neben der Prognosepräzisierung meldete SAP zuletzt auch strategische Fortschritte im Partnernetzwerk. Der IT-Dienstleister Sopra Steria kündigte eine Allianz mit SAP an, die auf Lösungen für digitale Souveränität in Europa ausgerichtet ist – ein Thema, das angesichts geopolitischer Unsicherheiten bei europäischen Großkunden zunehmend Gewicht erhält.
Zusätzlich beauftragte das Bildungsministerium von New South Wales den Dienstleister Infosys mit der Modernisierung seiner bestehenden SAP-Infrastruktur, was die Reichweite der SAP-Systeme im öffentlichen Sektor Australiens unterstreicht.
Sicherheitsroutine ohne neue Eskalation
Im Rahmen des monatlichen Security Patch Day veröffentlichte SAP zudem 28 neue Sicherheitshinweise, vier davon mit höchster Dringlichkeitsstufe. Verglichen mit den Sicherheitsvorfällen der vergangenen Wochen, die zeitweise erhebliche Verunsicherung ausgelöst hatten, verlief dieser Patch Day ohne zusätzliche Eskalation. Der nächste reguläre Patch Day ist für den 9. September terminiert.
Blick auf die kommenden Wochen
Insgesamt zeichnet sich ein Bild, in dem operative Fortschritte – neue Partnerschaften, Fortschritte bei der Integration zugekaufter Firmen – auf eine vorsichtigere Ergebnisprognose treffen.
Für Anleger dürfte entscheidend sein, ob sich die Investitionen in Dremio und Prior Labs im weiteren Jahresverlauf in echtem Cloud-Wachstum niederschlagen. Antworten darauf dürfte es spätestens bei der Veröffentlichung der Quartalszahlen für das dritte Quartal am 21. Oktober geben.
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