SAP Aktie: Quartalszahlen am 23. Juli

SAP verzeichnet Kursverluste von über 30 Prozent. Analysten erwarten starke Quartalszahlen mit Gewinnsprung und Cloud-Wachstum.

Die Kernpunkte:
  • Aktie verlor seit Januar über 30 Prozent
  • Analysten erwarten 20 Prozent mehr Gewinn
  • Cloud-Geschäft und KI-Offensive im Fokus
  • Kurs nahe 52-Wochen-Tief vor Zahlen

Die SAP-Aktie hat ein bitteres Halbjahr hinter sich. Seit Januar verlor das Papier über 30 Prozent an Wert. Jetzt ruhen die Hoffnungen auf dem kommenden Quartalsbericht. Analysten erwarten ein starkes Gewinnwachstum.

Hohe Hürden für das zweite Quartal

Am 23. Juli präsentiert der Walldorfer Softwarekonzern seine Zahlen. Analysten rechnen im Schnitt mit einem Gewinn von 1,76 Euro je Aktie. Das entspricht einem Plus von rund 20 Prozent gegenüber dem Vorjahr.

Auch beim Umsatz erwarten Experten einen Sprung auf 9,85 Milliarden Euro. Besonders das Cloud-Geschäft steht unter strenger Beobachtung. Hier peilt das Management für das Gesamtjahr ein Wachstum zwischen 23 und 25 Prozent an.

KI-Offensive und neue Deals

Parallel dazu rüstet SAP technologisch massiv auf. Anfang Juli schloss der Konzern den Kauf des Datenspezialisten Dremio ab. Die neue Technik soll den KI-Assistenten „Joule“ mit wesentlich mehr Daten füttern. Kunden können so externe Quellen ohne teure Migrationen direkt anbinden.

Im operativen Geschäft melden die Walldorfer ebenfalls Fortschritte. Der Energieversorger TEAG modernisiert seine IT komplett mit SAP-Cloud-Lösungen. Im gleichen Schritt beschleunigt eine neue Allianz zwischen SNP und Palantir künftige Systemwechsel. Sie setzen künstliche Intelligenz ein, um Kunden den Umzug in die Cloud zu erleichtern.

Harter Kampf am Chart

Am Aktienmarkt spiegelt sich diese operative Dynamik kaum wider. Das Papier schloss am Donnerstag bei 138,44 Euro. Damit trennen die Aktie nur knapp sechs Prozent vom jüngsten 52-Wochen-Tief.

Die Folge: eine angespannte Ausgangslage vor den Quartalszahlen. Kurzfristig bildet die 50-Tage-Linie bei 145,84 Euro den nächsten technischen Widerstand. Überzeugen die Daten am 23. Juli nicht, droht ein direkter Test der Jahrestiefs.

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