SAP Aktie: Reltio am 7. Mai übernommen

SAP präsentiert KI-Strategie mit Knowledge Graph, doch der Aktienkurs reagiert verhalten und bleibt im Jahresminus.

Die Kernpunkte:
  • Knowledge Graph als KI-Basis
  • Cloud-Umsatz steigt deutlich
  • Aktie weiter im Jahresminus
  • Zukäufe für Datenstrategie

SAP hat seine europäische Hausmesse in Madrid beendet — mit einer klaren Botschaft: Das Unternehmen will Geschäftsprozesse künftig autonom steuern lassen. Der Kurs reagiert kaum. Seit Jahresbeginn liegt die Aktie rund 24 Prozent im Minus.

Der Knowledge Graph als technisches Fundament

Das Herzstück der neuen Strategie ist der SAP Knowledge Graph. Er soll sämtliche Unternehmensdaten strukturiert abbilden und so die Grundlage für mehr als 50 spezialisierte Joule-Assistenten legen — KI-Agenten, die in Bereichen wie Finanzen und Personalwesen eigenständig Aufgaben vorbereiten und ausführen.

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Passend dazu baut SAP seine Datenbasis durch Zukäufe aus. Den Datenmanagement-Spezialisten Reltio hat der Konzern bereits am 7. Mai übernommen. Für das dritte Quartal 2026 folgt die Integration von Dremio. Beide Akquisitionen sollen eine offene Datenschicht schaffen, die SAP-eigene Daten mit externen Quellen verknüpft.

Cloud wächst, Kurs nicht

Fundamental läuft das Geschäft. Der währungsbereinigte Cloud-Umsatz stieg im ersten Quartal 2026 um 27 Prozent auf knapp sechs Milliarden Euro. Für das Gesamtjahr peilt der Vorstand einen operativen Gewinn von über zehn Milliarden Euro an.

Der Markt lässt sich davon wenig beeindrucken. Die Aktie notiert am Donnerstag bei 153,62 Euro, ein minimales Minus von 0,31 Prozent. Immerhin: Gegenüber dem 52-Wochen-Tief von 137,62 Euro Mitte Mai hat sich das Papier etwas erholt, und auch auf Sieben-Tage-Sicht steht ein Plus von knapp neun Prozent. Das ändert nichts am Jahresverlust — und daran, dass der Kurs noch rund 21 Prozent unter seinem 200-Tage-Durchschnitt liegt.

Was jetzt zählt

Die Dividende für 2025 in Höhe von 2,50 Euro je Aktie wurde bereits am 8. Mai ausgezahlt. Der nächste Beweis für die Tragfähigkeit der KI-Strategie kommt mit den Zahlen zum zweiten Quartal 2026: Dann wird sichtbar, ob die in Madrid präsentierten Visionen bereits in konkreten Vertragsabschlüssen und einem wachsenden Cloud-Auftragsbestand ankommen.

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