SAP Aktie: Reltio, Prior Labs und Dremio für KI-Pipeline
SAP treibt mit drei Übernahmen den KI-Umbau der Daten-Cloud voran. Der Betriebsgewinn stieg im ersten Quartal um 17 Prozent.

- Aktie erholt sich um zwölf Prozent
- Drei Übernahmen für KI-Pipeline
- Milliardeninvestition in Prior Labs
- Cloud-Auftragsbestand wächst um 25 Prozent
Nach dem tiefen Fall kommt die steile Gegenbewegung. Innerhalb von nur sieben Handelstagen ist die SAP-Aktie um gut zwölf Prozent nach oben geschossen. Auslöser für das plötzliche Momentum sind keine Zufälle, sondern eine aggressive Einkaufstour des Softwarekonzerns im Bereich der Künstlichen Intelligenz.
Erst Mitte Mai markierte das Papier bei 137,62 Euro ein neues 52-Wochen-Tief. Gestern verabschiedete sich der Titel bereits wieder mit 154,52 Euro aus dem Handel.
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Der rasante Aufstieg treibt den Relative-Stärke-Index auf einen extrem überkauften Wert von knapp 93. Auf Jahressicht notiert der Konzern allerdings weiterhin über 20 Prozent im Minus. Der Weg zurück zur 200-Tage-Linie bei rund 194 Euro ist noch weit.
Milliarden-Wette auf die Daten-Cloud
Im Zentrum der Fantasie steht der Umbau der konzerneigenen Daten-Cloud. SAP orchestriert aktuell drei Übernahmen, um eine vollständige Pipeline für Künstliche Intelligenz aufzubauen. Den Anfang machte Reltio, dessen Kauf bereits im Mai abgeschlossen wurde. Die Technologie bereitet Unternehmensdaten gezielt für KI-Anwendungen vor.
Deutlich teurer wird der Einstieg beim Freiburger Startup Prior Labs. Für den Pionier sogenannter Tabular Foundation Models hat SAP eine verbindliche Vereinbarung unterzeichnet. In den kommenden vier Jahren fließt mehr als eine Milliarde Euro in das Unternehmen, das als eigenständige Einheit operieren soll. Der Abschluss ist für die zweite Jahreshälfte anvisiert.
Parallel dazu plant der Software-Riese die Übernahme des Plattform-Anbieters Dremio. Das Ziel ist eine serverlose Architektur, die SAP- und Fremddaten nahtlos für KI-Workloads kombiniert. Auch dieser Deal soll im dritten Quartal über die Bühne gehen.
Operatives Fundament wächst
Die Expansionsstrategie stützt sich auf ein solides operatives Geschäft. Im ersten Quartal kletterte der Betriebsgewinn um 17 Prozent auf 2,7 Milliarden Euro. Der Gesamtumsatz stieg moderat auf 9,6 Milliarden Euro.
Besonders das zukunftsträchtige Cloud-Geschäft liefert Argumente für Optimisten. Der währungsbereinigte Auftragsbestand in diesem Segment wuchs um ein Viertel auf knapp 22 Milliarden Euro. Flankiert wird das Wachstum von einem milliardenschweren Aktienrückkaufprogramm, dessen erste Tranche bereits im April beendet wurde.
Am 23. Juli legt SAP die Zahlen zum zweiten Quartal vor. Dann rückt die tatsächliche Nachfrage nach der jüngsten Konferenz-Saison in den Mittelpunkt. Das Management muss belegen, dass Kunden die neuen KI-Werkzeuge nicht nur testen, sondern in messbare Cloud-Aufträge überführen.
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