SAP Aktie: Riskantes KI-Manöver
SAP stellt die Abrechnung auf nutzungsbasierte KI-Metriken um, stößt jedoch auf Kundenskepsis. Trotz Aktientiefs sehen Analysten Chancen durch attraktive Bewertung und Wachstumsziele.

- Umstellung von Abo- auf nutzungsbasierte KI-Abrechnung
- Hohe Skepsis bei Kunden gegenüber SAP-KI-Lösungen
- Aktie notiert auf neuem 52-Wochen-Tief
- Analysten sehen attraktives Kurs-Gewinn-Verhältnis
SAP wagt einen fundamentalen Umbruch und verabschiedet sich bei neuen Technologien schrittweise vom planbaren Abo-Modell. CEO Christian Klein stellt die Abrechnung künftig auf eine nutzungsbasierte KI-Metrik um. Allerdings stößt dieser Schritt ausgerechnet bei der eigenen Nutzerbasis auf erhebliche Skepsis, was die anhaltende Schwäche der Papiere fundamental untermauert.
Skepsis bei der Kundschaft
Ab Juli sollen spezielle Entwickler-Teams gemeinsam mit den Kunden KI-Anwendungen auf Basis der SAP-Technologie aufbauen. Abgerechnet wird anschließend nach tatsächlichem Verbrauch. Marktbeobachter werten dies als Chance auf höhere Margen, bemängeln aber die schwindende Planbarkeit der Einnahmen.
Die Kundenseite reagiert ohnehin äußerst zurückhaltend. Laut dem aktuellen DSAG-Investitionsreport setzen 77 Prozent der befragten Unternehmen bei ihren etablierten KI-Projekten auf externe Lösungen. Lediglich drei Prozent vertrauen hierbei auf SAP. Komplexe Lizenzmodelle und veraltete Systemlandschaften bremsen die schnelle Adaption im eigenen Ökosystem spürbar aus.
Analysten raten zum Einstieg
Die strategische Unsicherheit spiegelt sich schonungslos im Chartbild wider. Die Aktie rutschte auf ein neues 52-Wochen-Tief von 151,70 Euro ab und verzeichnet damit seit Jahresbeginn ein Minus von knapp 25 Prozent. Trotz dieser klaren Talfahrt positioniert sich die Wall Street weiterhin bullisch. Die Bank of America stuft den Softwarekonzern als branchenweiten Top-Pick ein. Die Experten verweisen auf ein attraktives Kurs-Gewinn-Verhältnis von 23 und kalkulieren bis 2028 mit einem jährlichen Gewinnwachstum von 18 Prozent pro Aktie.
Am 23. April präsentiert SAP die Ergebnisse für das erste Quartal. Das Management hat für das Gesamtjahr 2026 ein Cloud-Wachstum von 23 bis 25 Prozent sowie einen Free Cashflow von rund 10 Milliarden Euro in Aussicht gestellt. Diese konkreten Zielmarken bilden den Maßstab, an dem sich der operative Erfolg des neuen Preismodells messen lassen muss.
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