SAP Aktie: Rückkauf trotz Analyst-Herabstufungen

SAP kaufte weitere eigene Aktien und meldete einen Insiderkauf, während mehrere Institute die Aktie vorsichtiger bewerten und Kursziele anpassen.

Die Kernpunkte:
  • SAP erwirbt 676.583 eigene Aktien
  • UBS hebt Kursziel auf 201 Euro
  • Mehrere Institute stufen SAP zurück
  • Drittes Quartal folgt am 21. Oktober

SAP hat sein Aktienrückkaufprogramm 2026 in der letzten Augustwoche unbeirrt weitergeführt. Zwischen dem 24. und 28. August erwarb der Softwarekonzern über die Börse Xetra insgesamt 676.583 eigene Aktien, wie aus der mittlerweile fünften Zwischenmeldung zum laufenden Programm hervorgeht. Für Anleger ist das ein Signal, dass der Konzern trotz schwächelnden Aktienkurses an seiner Kapitalrückführungsstrategie festhält.

Der Rückkauf fällt in eine Phase, in der die Analystenlager zunehmend gespalten sind. Während UBS Ende August das Kursziel für SAP von 164 auf 201 Euro anhob, stufte das Institut die Einstufung gleichzeitig von „Buy“ auf „Neutral“ zurück – als Begründung nannten die Analysten fehlende kurzfristige Katalysatoren im KI-Geschäft.

Nur wenige Tage später zog Grupo Santander nach und senkte seine Einschätzung ebenfalls auf „Neutral“. Auch die Bewertung von AlphaValue/Baader Europe fiel Ende August auf „Verkaufen“ – deutlich pessimistischer als der übrige Konsens.

Directors’ Dealings als Vertrauenssignal

Ergänzend zum Rückkaufprogramm meldete SAP-Vorstandsmitglied Thomas Heinrich Saueressig einen Aktienkauf im Rahmen der Directors’-Dealings-Mitteilungspflicht. Solche Insiderkäufe werden am Markt traditionell als Ausdruck des Vertrauens der Unternehmensführung in die eigene Aktie gewertet, auch wenn sie kurzfristig kaum Kursimpulse auslösen.

Der Kurs selbst bewegt sich derzeit bei 185,10 Euro und liegt damit rund 15 Prozent über seinem 50-Tage-Durchschnitt von 161,58 Euro – ein Hinweis darauf, dass die jüngste Erholung seit dem Sommertief noch intakt ist. Zugleich bleibt der Abstand zum 52-Wochen-Hoch von 242,00 Euro beträchtlich, was die vorsichtigere Haltung mehrerer Analysten unterstreicht.

Abwägung zwischen Rückkauf und Herabstufungen

Die Gemengelage aus fortgesetztem Aktienrückkauf, Insiderkäufen und gleichzeitig mehreren Herabstufungen zeichnet ein zwiespältiges Bild. Der Konzern selbst signalisiert mit dem Rückkaufprogramm Zuversicht in die eigene Bewertung, während ein Teil der Analystengemeinde die kurzfristigen Wachstumsimpulse skeptischer einschätzt als noch vor wenigen Monaten. Für Anleger bleibt entscheidend, wie sich das Verhältnis von Cloud-Wachstum und KI-Investitionen in den kommenden Quartalen entwickelt.

Richtungsweisend dürfte der nächste Ergebnistermin werden: SAP will die Zahlen zum dritten Quartal 2026 am 21. Oktober veröffentlichen. Bis dahin dürfte der Markt die widersprüchlichen Signale aus Rückkaufprogramm, Insiderkäufen und Analystenherabstufungen weiter gegeneinander abwägen.

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