SAP Aktie: Rückkaufprogramm nach Absturz

SAP reagiert auf den starken Aktienverlust mit einem Aktienrückkaufprogramm im Wert von bis zu 10 Milliarden Euro. Der Konzern verzeichnete solide operative Zahlen, doch die Cloud-Wachstumsprognose enttäuschte die Märkte.

Die Kernpunkte:
  • Aktienrückkauf über bis zu 10 Milliarden Euro
  • Cloud-Auftragsbestand wuchs um 25 Prozent
  • Free Cashflow verdoppelte sich nahezu
  • KI als zentraler Wachstumstreiber

SAP reagiert auf den jüngsten Kurseinbruch mit einem Milliardenplan: Ab Februar startet ein Aktienrückkaufprogramm über bis zu 10 Milliarden Euro – verteilt bis Ende 2027. Der Softwarekonzern will damit das Vertrauen der Anleger zurückgewinnen, nachdem die Aktie Ende Januar den stärksten Tagesverlust seit Oktober 2020 verzeichnete. Auslöser war die Vorlage der Geschäftszahlen für 2025 und ein Cloud-Ausblick, der die Erwartungen nicht erfüllen konnte.

Die wichtigsten Fakten:

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  • Aktienrückkauf von bis zu 10 Mrd. Euro startet Februar 2026 (Laufzeit bis Ende 2027)
  • Cloud-Auftragsbestand (CCB) wuchs Q4 2025 um 25% – knapp unter Analystenschätzungen
  • Free Cashflow 2025 verdoppelte sich nahezu auf 8,24 Mrd. Euro
  • Cloud-Umsatzprognose 2026: 25,8–26,2 Mrd. Euro
  • Nächster wichtiger Termin: Geschäftsbericht am 26. Februar 2026

Was die Cloud-Zahlen verraten

Der „Current Cloud Backlog“ – also vertraglich gesicherte künftige Cloud-Umsätze – ist für Anleger die zentrale Messlatte für SAPs Wachstumskurs. Das Plus von 25% im vierten Quartal klang zunächst solide, blieb aber hinter den Markterwartungen zurück. Noch schwerer wog: Die Prognose für 2026 deutet auf eine leichte Verlangsamung dieses Wachstumstempos hin. Genau diese Entwicklung löste die Verkaufswelle aus.

Dabei konnte SAP operativ durchaus überzeugen. Der Umsatz im Schlussquartal traf die Schätzungen, der Gewinn übertraf sie sogar. Die Cloud-Erlöse kletterten im Gesamtjahr um 26%, der Free Cashflow erreichte 8,24 Milliarden Euro – fast doppelt so viel wie im Vorjahr.

KI als Hoffnungsträger

Das Management setzt strategisch voll auf künstliche Intelligenz. Die Integration von KI-Funktionen in die Cloud-Plattform soll nach Unternehmensangaben bereits heute ein wesentlicher Treiber für Neuabschlüsse sein. Für 2026 peilt SAP einen Cloud-Umsatz zwischen 25,8 und 26,2 Milliarden Euro an – bei einem prognostizierten Free Cashflow von rund 10 Milliarden Euro.

Was jetzt zählt

Ob das Aktienrückkaufprogramm tatsächlich stabilisierend wirkt, hängt davon ab, ob SAP die gesteckten Ziele auch erreicht. Investoren werden die Entwicklung des Auftragsbestands in den kommenden Quartalen genau verfolgen. Am 23. April stehen die Q1-Zahlen an – dann zeigt sich, ob die Cloud-Dynamik anzieht oder weiter nachlässt. Die vollständigen Strategiedetails liefert der Geschäftsbericht am 26. Februar.

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