SAP Aktie: SAP Connect startet in Las Vegas

SAP vertiefte die Nvidia-Kooperation, kaufte eigene Aktien zurück und richtet seine Wachstumsstrategie stärker auf KI aus.

Die Kernpunkte:
  • SAP Connect beginnt am 5. Oktober
  • Zusammenarbeit mit Nvidia wurde vertieft
  • 590.000 eigene Aktien zurückgekauft
  • Jefferies erhöhte das Kursziel auf 220 Euro

Mit dem Start der Konferenz SAP Connect am 5. Oktober in Las Vegas rückt die technologische Ausrichtung des Walldorfer Softwarekonzerns in den Mittelpunkt. Das Branchentreffen, dessen virtueller Teil am 6. und 7. Oktober stattfindet, dient dem Konzern als Bühne für Neuerungen rund um Geschäftssoftware und künstliche Intelligenz.

Die Veranstaltung fällt in eine Phase, in der das Management die künftige Wachstumsstrategie verstärkt an KI-Funktionen ausrichtet. Laut einem Bericht des Handelsblatts vom 28. September bezeichnete Vorstandschef Christian Klein neue KI-Produkte als historische Chance für deutliches Wachstum. Zudem sei das Unternehmen bei der Weiterentwicklung von Software und Applikationen gut vorangekommen.

Erweiterte Kooperationen und Fachprojekte

Flankiert wird der Konferenzstart von Fortschritten bei bestehenden Technologiepartnerschaften. Am 28. September meldete SAP eine vertiefte Zusammenarbeit mit Nvidia. Im Zentrum steht die Integration von NVIDIA OpenShell in die Plattform SAP Business AI, wobei konzerneigene Ingenieure direkt an der OpenShell-Codebasis mitwirken.

Zusätzlich rückte das Unternehmen zuletzt praxisnahe Anwendungsfelder in den Fokus. Neben Konzepten zur Kostenkontrolle bei KI-Token und autonomen Abläufen in der Personalabrechnung stellte SAP am Mittwoch ein Projekt mit dem Schweizer Verkehrsunternehmen BERNMOBIL vor, das die Software zur Zukunftsplanung einsetzt.

Unterstützung durch Zukäufe und Analysten

Am Kapitalmarkt sicherte sich der Konzern vor gut einer Woche zusätzliche Unterstützung. Über das laufende Aktienrückkaufprogramm erwarb SAP im Xetra-Handel 590.000 eigene Papiere für ein Gesamtvolumen von 108.368.601,00 Euro.

Auch von Analystenseite gab es im Vorfeld positive Signale. Charles Brennan vom Analysehaus Jefferies stufte die Aktie am 22. September weiterhin mit einer Kaufempfehlung ein. Gleichzeitig hob der Experte das Kursziel von 210 auf 220 Euro an.

An der Börse ging das Papier am Freitag mit einem Abschlag von 1,4 Prozent bei 184,70 Euro aus dem Handel. Damit notiert der Wert 2,6 Prozent über seinem 50-Tage-Durchschnitt von 179,95 Euro. Die kommenden Tage in Las Vegas dürften nun zeigen, welche konkreten Produktimpulse der Softwarehersteller für das Schlussquartal setzt.

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