SAP Aktie: Über 200 KI-Agenten bis 2026

SAP treibt die KI-Transformation voran und baut die Führung um. Die Börse reagiert positiv auf die Neuausrichtung des Konzerns.

Die Kernpunkte:
  • Neue KI-Führungsebene etabliert
  • Über 200 KI-Agenten geplant
  • Keine weiteren Entlassungen angekündigt
  • Asien-Geschäft neu besetzt

Manuelles Programmieren hat in Walldorf bald ausgedient. SAP ordnet seine Führungsspitze neu und bündelt die gesamte KI-Entwicklung. Die Börse honoriert den klaren Schnitt. Am Mittwoch kletterte das Papier spürbar.

Zwei neue Machtzentren

Der Konzern teilt seine KI-Kompetenzen auf. Philipp Herzig leitet ab sofort die neue Plattform für Geschäfts-KI. Manoj Swaminathan übernimmt parallel die autonome Suite. Dort laufen Kernbereiche wie Finanzen und Personalwesen zusammen. Beide Manager berichten direkt an Konzernchef Christian Klein. Im gleichen Schritt verlässt Michael Ameling das Unternehmen.

Das Ziel: ein fast völlig autonomes Unternehmen. Bis zum dritten Quartal 2026 will SAP über 200 KI-Agenten in die eigenen Geschäftsprozesse integrieren. In wenigen Jahren soll Software das klassische Coden dann weitgehend ersetzen.

Angst vor Entlassungen bremst Klein direkt aus. Weitere Kündigungswellen wegen der Transformation schließt der Vorstand aus. Das Unternehmen schult seine Belegschaft stattdessen zu KI-Managern um. Sie sollen die neuen autonomen Systeme künftig steuern. Zuvor hatte SAP zehntausend alte Stellen gestrichen und parallel tausende technische Experten eingestellt.

Rückenwind aus den USA

Die Neuausrichtung trifft auf ein extrem freundliches Marktumfeld. Die Investmentbank Guggenheim stufte die US-Rivalen Salesforce und ServiceNow auf „Kaufen“ hoch. Analysten werten die Angst vor KI-bedingten Kündigungen von Software-Abos als übertrieben. Davon profitierte auch der deutsche Konzern. Die SAP-Aktie schloss am 1. Juli bei 140,88 Euro.

Flankierend besetzt SAP sein Asiengeschäft neu. Verena Siow leitet ab sofort die Region Asien-Pazifik. Sie soll das Cloud-Geschäft von Singapur aus ankurbeln.

Bis zum Jahresende 2026 erwartet die Branche eine deutliche Stabilisierung des Wachstums. Für SAP markiert der laufende Umbau den Weg dorthin. Bis zum dritten Quartal muss das Management nun liefern. Dann sollen die angekündigten 200 KI-Agenten im Arbeitsalltag reibungslos funktionieren.

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