SAP Aktie: Was lässt hoffen?

SAP steht vor Quartalszahlen, Hauptversammlung und einem Wechsel des KI-Abrechnungsmodells. Der Konzern will nach einem deutlichen Kursrückgang das Vertrauen der Anleger zurückgewinnen.

Die Kernpunkte:
  • Quartalszahlen unter besonderer Beobachtung
  • Vorschlag für stabile Dividende auf Hauptversammlung
  • Wechsel zu verbrauchsabhängiger KI-Abrechnung
  • Aktie notiert deutlich unter Jahreshoch

Ein vollgepackter Terminkalender trifft auf eine tiefrote Jahresbilanz. Bei SAP verdichten sich in den kommenden Tagen die Ereignisse: Quartalszahlen, Hauptversammlung und der Umbau des eigenen Abrechnungsmodells stehen an. Für die Walldorfer geht es jetzt darum, das Vertrauen der Investoren nach einem Kursrutsch von fast 25 Prozent seit Januar zurückzugewinnen.

Q1-Zahlen und Margendruck

Am 23. April öffnet der Softwarekonzern seine Bücher für das erste Quartal. Marktbeobachter achten dabei besonders auf den kurzfristigen Auftragsbestand in der Cloud. Dieser Wert lag zuletzt bei gut 21 Milliarden Euro und soll im Jahresverlauf währungsbereinigt um bis zu 25 Prozent wachsen.

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Parallel dazu belasten makroökonomische Sorgen das operative Geschäft. Wegen der unklaren US-Handelspolitik halten sich Industriekunden bei großen IT-Investitionen zurück. CEO Christian Klein hat die Aktionäre daher bereits auf einen kurzfristigen Margendruck eingeschworen.

Hauptversammlung und Dividende

Kurz nach den Zahlen folgt das nächste Pflichtprogramm für Anleger. Auf der virtuellen Hauptversammlung am 5. Mai stimmen die Anteilseigner über die Gewinnbeteiligung ab. Vorstand und Aufsichtsrat schlagen eine Dividende von 2,50 Euro je Aktie vor.

Stimmt das Gremium zu, markiert dies eine historische Konstanz. Es wäre das 25. Jahr in Folge ohne eine Dividendenkürzung bei dem Softwarekonzern.

KI-Strategie im Wandel

Im Hintergrund treibt das Management den Ausbau der eigenen Dateninfrastruktur voran. Mit der Ende März angekündigten Übernahme des US-Spezialisten Reltio will SAP sämtliche Unternehmensdaten für künstliche Intelligenz nutzbar machen. Der Abschluss der Transaktion wird bis zum dritten Quartal erwartet.

Indes steht das Geschäftsmodell selbst vor einer Zäsur. Ab Juli wechselt der Konzern bei seinen KI-Diensten von einer abonnementbasierten Preisgestaltung zu einem verbrauchsabhängigen Modell. Ob diese neue Abrechnungssystematik die hohen Erwartungen der Investoren erfüllt, dürfte die mittelfristige Kursentwicklung maßgeblich prägen.

Aktuell notiert das Papier bei 152,30 Euro und hat sich damit leicht vom jüngsten 52-Wochen-Tief bei 139,12 Euro gelöst. Ein nachhaltiger Aufwärtstrend erfordert nun den Sprung über die 50-Tage-Linie, die derzeit bei gut 160 Euro verläuft. Spätestens auf der Finanzanalystenkonferenz im Rahmen der Hausmesse SAP Sapphire im Mai muss das Management belegen, dass sich die aggressive KI-Strategie in greifbare Gewinne übersetzen lässt.

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