SAP: Cloud-Backlog auf 21,93 Milliarden Euro

Trotz zweistelliger Gewinn- und Cloud-Wachstumsraten verharrt die SAP-Aktie im Abwärtstrend. Analysten sind uneins über die weitere Entwicklung.

Die Kernpunkte:
  • Operativer Gewinn steigt um 17 Prozent
  • Cloud-Auftragsbestand wächst auf 22 Milliarden Euro
  • Analysten uneins über Aktienbewertung
  • Kurs muss 150-Euro-Marke überwinden

Starke operative Zahlen, schwacher Kurs – bei SAP klaffen fundamentale Realität und Marktreaktion derzeit weit auseinander. Das Walldorfer Softwareunternehmen liefert im ersten Quartal 2026 zweistellige Zuwächse bei Gewinn und Cloud-Aufträgen. An der Börse honoriert das kaum jemand. Die Aktie rutschte seit Jahresbeginn um rund 28 Prozent ab und notiert aktuell bei knapp 145 Euro.

Analysten uneins über den weiteren Weg

Diese Diskrepanz spaltet die Analystengilde. Auf der einen Seite stehen Institute wie Goldman Sachs und Barclays, die ihre Kaufempfehlungen bestätigen. Sie verweisen auf den rasant wachsenden Cloud-Auftragsbestand, der währungsbereinigt um ein Viertel auf knapp 22 Milliarden Euro kletterte. Auch das operative Ergebnis stieg um 17 Prozent.

Auf der anderen Seite rät die DZ Bank weiterhin zum Verkauf. Marktbeobachter begründen diese Skepsis vor allem mit dem angeschlagenen Chartbild und einer allgemeinen Schwäche im Software-Sektor. Mit einem Abstand von über 46 Prozent zum 52-Wochen-Hoch aus dem Vorjahr steckt das Papier tief im Abwärtstrend.

Neue Partnerschaften für das KI-Ökosystem

Abseits der Finanzkennzahlen treibt das Management die technologische Basis voran. Eine neue Partnerschaft mit Tangible Growth soll die Prozessintelligenz der Signavio-Plattform direkt mit strategischen Unternehmenszielen verknüpfen. Ziel ist es, operative Abweichungen in Echtzeit auszusteuern.

Parallel dazu unterstützt SAP den Technologiekonzern NEC bei dessen Umbau zu einem KI-gesteuerten Unternehmen. Dabei greifen die Japaner auf autonome Agenten der Joule-Plattform zurück. SAP hat diese Systeme bereits in über 35 eigene Lösungen integriert. Sie sollen Geschäftsprozesse künftig nicht nur automatisieren, sondern eigenständig lenken.

Festhalten an der Jahresprognose

CEO Christian Klein sieht die Branche am Beginn einer neuen Ära, in der wertsteigernde KI-Anwendungen die reine Cloud-Infrastruktur ablösen. An den Zielen für das laufende Jahr rüttelt der Vorstand nicht. Die Cloud-Erlöse sollen 2026 zwischen 25,8 und 26,2 Milliarden Euro landen.

Nach einem soliden Gewinn je Aktie von 1,66 Euro im Startquartal rückt nun die Charttechnik in den Vordergrund. Um den seit Monaten dominierenden Abwärtstrend zu brechen, muss der Kurs die Marke von 150 Euro nachhaltig überwinden. Derzeit scheitert das Papier noch an der 50-Tage-Linie, die knapp oberhalb von 156 Euro verläuft.

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