SAP: Dremio-Übernahme für Q3 2026 geplant
SAP kauft den Daten-Spezialisten Dremio, um seine KI-Strategie zu beschleunigen, während das Cloud-Wachstum nachlässt und die Aktie weiter unter Druck bleibt.

- Übernahme von Dremio für Echtzeit-Datenverknüpfung
- Präsentation autonomer Lieferketten auf Gartner-Symposium
- Cloud-Erlöse steigen, Wachstumstempo sinkt jedoch
- Aktienkurs mit deutlichem Abstand zum Jahreshoch
SAP drückt beim Thema Künstliche Intelligenz aufs Tempo. Der Softwarekonzern kauft zu und präsentiert neue Lieferketten-Lösungen. An der Börse bleibt die Stimmung trotzdem gedämpft. Die Aktie notiert aktuell bei knapp 148 Euro. Seit Jahresbeginn summiert sich das Minus auf fast 27 Prozent.
Datenbasis für die KI-Offensive
Um seine KI-Pläne abzusichern, übernimmt SAP den Daten-Spezialisten Dremio. Das gaben die Walldorfer am Montag bekannt. Die Plattform soll SAP- und Fremddaten in Echtzeit verknüpfen. Das Ziel: Agentische KI-Anwendungen beschleunigen. Die Transaktion soll im dritten Quartal 2026 über die Bühne gehen. Behörden müssen dem Deal noch zustimmen.
Autonome Lieferketten im Fokus
Parallel zur virtuellen Hauptversammlung am Dienstag zeigt SAP in Orlando neue Produkte. Auf dem Gartner Supply Chain Symposium demonstriert der Konzern autonome Lieferketten. Eine Live-Schalte in die eigene Fabrik veranschaulicht den Einsatz von KI-Agenten. Diese sollen künftig Fertigung und Logistik steuern. Gemeinsam mit Procter & Gamble präsentiert SAP zudem vernetzte Planungszentren. Der KI-Assistent Joule arbeitet mittlerweile in 35 SAP-Lösungen.
Cloud-Wachstum verliert an Tempo
Operativ lieferte das erste Quartal eine solide Basis. Der Auftragsbestand im Cloud-Geschäft stieg um 20 Prozent auf 21,9 Milliarden Euro. Die Cloud-Erlöse kletterten um 19 Prozent. Für das zweite Quartal dämpft der Vorstand allerdings die Erwartungen. Sondereffekte hatten das erste Jahresviertel positiv verzerrt. Das Cloud-Wachstum dürfte sich nun verlangsamen.
Warten auf neue Impulse
Anleger reagieren verhalten auf die strategischen Schritte. Vom 52-Wochen-Hoch bei rund 271 Euro ist das Papier weit entfernt. Der Abstand beträgt aktuell über 45 Prozent. Die nächste Chance auf Kurstreiber bietet die anstehende Sapphire-Konferenz. Dort plant das Management eine eigene Veranstaltung für Finanzanalysten. Auf der Agenda stehen konkrete Details zur weiteren KI-Roadmap.
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