SAP: Dritte Akquisition nach Reltio-Deal
SAP übernimmt den Data-Lakehouse-Spezialisten Dremio und baut damit seine Datenstrategie gegen Snowflake und Databricks aus.

- Dremio-Übernahme für Datenstrategie
- Direkter Wettbewerb mit Snowflake
- Offene Daten-Schicht in SAP Cloud
- Kaufabschluss für drittes Quartal geplant
SAP drückt beim Ausbau seiner Datenstrategie aufs Tempo. Der Softwarekonzern übernimmt den Data-Lakehouse-Anbieter Dremio. Damit schließt das Walldorfer Unternehmen die dritte strategische Akquisition in nur zwei Monaten ab.
Viele KI-Projekte in Unternehmen scheitern früh. Die Modelle arbeiten oft gut, aber die Datenbasis ist fragmentiert. Informationen liegen in geschlossenen Formaten und ohne geschäftlichen Kontext vor. Genau dieses Problem will SAP nun lösen. Dremio macht komplexe Datenstrukturen fit für Künstliche Intelligenz. Nutzer greifen dabei direkt auf die Daten zu. Sie müssen diese nicht mehr aufwendig auf neue Plattformen verschieben.
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Angriff auf Snowflake und Databricks
Bisher setzte SAP bei der Datenverknüpfung stark auf Partner wie Snowflake. Kunden mussten dafür separate Verträge abschließen. Mit Dremio ändert sich diese Kalkulation. Die neue Tochterfirma integriert eine offene Daten-Schicht nativ in die SAP Business Data Cloud.
Das technologische Fundament bildet Apache Iceberg. Dieses offene Tabellenformat stammt ursprünglich von Netflix. Laut Analyst Shashi Bellamkonda korrigiert SAP damit einen alten Fehler. Der Konzern hatte es in der Vergangenheit versäumt, eigene Iceberg-Fähigkeiten aufzubauen.
Abschluss im dritten Quartal
Den Kaufpreis hält das Management geheim. Bei einer Finanzierungsrunde im Jahr 2022 lag die Bewertung von Dremio bei zwei Milliarden US-Dollar. Der Abschluss der Transaktion ist für das dritte Quartal 2026 geplant. Zuvor müssen die Kartellbehörden noch zustimmen.
An der Börse reagieren Anleger verhalten. Die SAP-Aktie notiert am Mittwoch bei 150,40 Euro. Das Papier verbucht ein minimales Plus von 0,28 Prozent. Seit Jahresbeginn hat der Titel rund 25 Prozent an Wert verloren.
Die Zukäufe der vergangenen Wochen zeigen eine klare Linie. Reltio bereinigt die Daten, Dremio vereint sie, Prior Labs liefert die KI-Modelle. Weitere Details zu dieser Strategie folgen im Mai. Auf der Hausmesse SAP Sapphire in Orlando plant das Management eine ausführliche Analystenkonferenz.
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