Sartorius Aktie: Neue Struktur ab 2027

In den ersten neun Monaten 2026 stieg der Umsatz währungsbereinigt um 8,1 Prozent; der Free Cashflow legte um 55 Prozent zu.

Die Kernpunkte:
  • Neue Vorstandsrollen ab Januar 2027
  • Zwei angepasste Segmente ab Geschäftsjahr 2027
  • Neunmonatsumsatz erreicht 2,737 Milliarden Euro
  • Free Cashflow steigt um 55 Prozent

Sartorius baut seine Führung und die Berichtsstruktur um. Zum 1. Januar 2027 sollen eine neue Vorstandsaufteilung und zwei neu zugeschnittene Segmente greifen. Parallel liefert der Konzern für die ersten neun Monate 2026 solide Zahlen.

Zwei Segmente statt bisher zwei andere

Hintergrund ist der „One Sartorius“-Ansatz, den das Unternehmen auf seinem jüngsten Kapitalmarkttag geschärft hat. Alexandra Gatzemeyer soll als Chief Commercial Officer konzernweit Vertrieb, Marketing und Kundenservices verantworten. Rene Faber wird als Chief Product Officer die Bereiche Forschung, Produktmanagement und Produktion bündeln.

Auch die externe Berichterstattung ändert sich. Die bisherigen Sparten Bioprocess Solutions und Lab Products & Services weichen den Segmenten Bioprocessing Solutions und Research Solutions. Ziel ist eine engere Verzahnung mit der Unternehmensstruktur und weniger Berichtskomplexität.

Bioprocessing Solutions umfasst die Technologien für die biopharmazeutische Herstellung und entspricht damit exakt Sartorius Stedim Biotech. Research Solutions konzentriert sich auf Laborinstrumente und Verbrauchsmaterialien für Forschungs- und Qualitätssicherungslabore. Dazu zählt das gesamte Geschäft außerhalb von Sartorius Stedim Biotech.

Cashflow legt kräftig zu

Die Neun-Monats-Zahlen stützen den Kurs des Managements. Der operative Konzernumsatz wuchs währungsbereinigt und vor Kundenkompensationen für US-Zölle um 8,1 Prozent auf 2,737 Milliarden Euro. Der Free Cashflow stieg um 55 Prozent, der Verschuldungsgrad sank. Die Jahresprognose bleibt weitgehend unverändert.

Besonders das Laborgeschäft trug dazu bei. Die Sparte erlöste 524 Millionen Euro und wuchs vor den dämpfenden Effekten der US-Zollrückerstattungen währungsbereinigt um 8,3 Prozent. Inklusive der Kundenkompensationen waren es währungsbereinigt 7,5 Prozent, nominal 5,9 Prozent.

Getrieben wurde das Plus von stabilen Verbrauchsmitteln, vorgezogenen Kundenprojekten und kräftiger Nachfrage nach Bioanalytik-Geräten. Der im Vorjahr erworbene Mikrogewebe-Entwickler Mattek steuerte 1,9 Prozentpunkte zum Wachstum bei.

Die neue Segmentlogik greift erstmals mit der Berichterstattung für das Geschäftsjahr 2027. Dann lassen sich die Entwicklung des Bioprozessgeschäfts und die des restlichen Konzerns direkter vergleichen.

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